Montag, 30. Oktober 2017

Lachen oder Morden? oder: Batman: The Killing Joke

Autoren: Alan Moore, Brian Bolland
fertig gelesen am 29.09.17

Vor ein paar Jahren hatte ich eine Phase, wo ich begonnen habe mich intensiver mit Comics zu beschäftigen. In meiner Jugend habe ich zwar Mangas gelesen, aber um alles andere comicartige einen großen Bogen geschlagen, weil mir der Zeichenstil nicht zusagte. (In den meisten Fällen trifft das auch heute noch zu, aber ich habe andere Zugänge zu dem Medium gefunden.)

In meinen Recherchen tauchte The Killing Joke immer wieder als einer der drei besten Batman-Comics auf, also legte ich ihn mir zu. Die Geschichte hat Alan Moore (V for Vendetta, Watchmen, League of Extraordinary Gentlemen) geschrieben und hat Qualität, aber wirklich gelungen ist das Ende, das -- obwohl es ja in Bildern erzählt wird -- auf zwei komplett verschiedene Arten gelesen werden kann, was mir erst bewusst wurde, als ich in hitziger Diskussion mit einem Studienkollegen erkannte, dass er das Ende ganz anders als ich interpretierte. Soviel zu dem Vorurteil, dass Comics einfach zu lesen seien. Jedenfalls habe ich das Buch letztens nach einem Gespräch mit Bernhard wieder ausgepackt und mir erneut zu Gemüte geführt. Es ist immer noch eine sehr gut durchdachte Geschichte, die vor allem durch die Rückblicke auf die Entstehung des Jokers besorders spannend wird.

Sarah L.
Buch 24 von 52

P.S.: Die Welt gehört denen, die sie haben wollen, und wird von jenen verschmäht, denen sie gehören sollte. Marie von Ebner-Eschenbach

Samstag, 28. Oktober 2017

Buchtipps während Konferenzen, oder: Neue Autorität

Autoren: Haim Omer, Philip Streit
fertig gelesen am 17.09.17

Während einer der diesjährigen Eröffnungskonferenzen haben zwei Kolleginnen das Konzept der neuen Autorität vorgstellt und erklärt, dass sie mit einem Team von LehrerInnen versuchen, dieses Konzept in einer ersten Klasse umzusetzen. Die Neue Autorität beruht auf Nähe statt Distanz und setzt großen Wert auf Deeskalation und Wertschätzung auch in schwierigen Situationen. 

Ich bin gleich nach der Konferenz in die Buchhandlung marschiert und habe mir das Buch bestellt -- oder zumindest dachte ich das. Das dünne Bändchen, das ich bestellt habe, ist nämlich eine kurze Zusammenfassung für Eltern. Dennoch war es gut zu lesen, da es die Konzepte der Neuen Autorität gut und anschaulich mit vielen Fallbeispielen erklärt. Nach dem Lesen habe ich auch herausgefunden, wie das Buch heißt, das sich mehr auch auf LehrerInnen und Schulalltag bezieht; das lese ich jetzt, da es zufällig in eine andere Kategorie passt :-) In jedem Fall ein sehr spannendes Autoritätskonzept und die kurze Ausgabe, über die ich hier spreche, liest sich auch wirklich flott.


Sarah L.
Buch 23 von 52

P.S.: Jeder Weltmann verkehrt lieber mit einem wohlerzogenen Bösewicht als mit einem schlecht erzogenen Heiligen. Marie von Ebner-Eschenbach

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Nur noch halb gegruselt, oder: Murder on the Orient Express

Autorin: Agatha Christie
fertig gelesen am 11.09.17

Letztes Jahr habe ich And then there were none von Agatha Christie gehört und mich unter meiner Bettdecke versteckt. Ich fand die Geschichte sehr cool -- aber ein bisschen zu spannend. Nachdem ich aber herausgefunden habe, dass Murder on the Orient Express ins Kino kommt und der Büchermontag einen Krimi-Schwerpunkt macht, habe ich mich doch dazu hinreißen lassen mir ein Audiobook dazu zu besorgen. 

Ich kann die Hörbuchversion gelesen von David Suchet wärmstens empfehlen! Ich habe mich nicht so sehr gefürchtet wie beim letzten Christie-Krimi, weil es halt nur einen Mord gibt, und dieser im Laufe des Romans aufgeklärt wird. Die Auflösung ist sehr cool und David Suchet liest die verschiedenen Charaktere so differenziert, dass ich teilweise wirklich vergessen habe, dass das ganze Hörbuch nur von einer Person gesprochen wird. Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung, die jetzt im Winter noch herauskommt!

Sarah L.
Buch 22 von 52

P.S.: Der Wohlwollende fürchtet Mißgunst nicht. Marie von Ebner-Eschenbach

Dienstag, 24. Oktober 2017

Tote Tauben mit Nachrichten? oder: Zwölf Mal Juli

Autorin: Astrid Rosenfeld
fertig gelesen am 21.07.17

Spantankauf bei der Buchhandlung um die Ecke. Am Heimweg kommt mir dann, dass ich das ja für die Reading Challenge verwenden kann! Habs noch am selben Tag ausgelesen, war ja eher ein schmales Bändchen. Es ist eines von der Sorte Bücher, wo nichts passiert, also eigentlich kein Plot voangetrieben wird, und die Menschen, die porträtiert werden, im Vordergrund stehen. Schnell gelesen, nicht furchtbar, aber nicht unbedingt dringend zu lesen. Dafür etwas, das man in Auszügen sicherlich im Unterricht lesen könnte. Oder ganz.

Sarah L.
Buch 21 von 52

P.S.: Warten lernen wir gewöhnlich dann, wenn wir nichts mehr zu erwarten haben. Marie von Ebner-Eschenbach

Sonntag, 22. Oktober 2017

Wenn man doch nicht lacht, oder: Bücher auf Rädern

Autorin: Ian Sansom
fertig gelesen am 23.06.17

In der öffentlichen Bücherei, die quasi um die Ecke von meiner Wohnung ist, arbeitet seit einigen Jahren eine ehemalige Studienkollegin von der Komparatistik. Da war für mich natürlich klar, dass sie die Bibliothekarin sein wird, die ich um eine Empfehlung bitte. Man würde auch meinen, dass eine Bibliothekarin mit Hintergund in Skandinavistik und Komparatistik vor Empfehlungen nur so überschäumt --  aber anscheinend habe ich sie mit der Frage etwas überrumpelt. Sie fragte zögerlich, ob es etwas Lustiges sein könne, was ich bejahte. Also gab sie mir Bücher auf Rädern. (Einige Wochen später habe ich etwas zurückgebracht und sie hat geschwärmt von Schatten des Windes, das sie jetzt wieder einmal liest... Hätte sie das nicht ein paar Wochen vorher sagen können?)


Die Prämisse der Geschichte klang auch nicht so schlecht: Londoner Buchhändler wird Bibliothekar in einem Bücherbus in der nordirischen Pampa. Leider konnte ich weder Witz noch einen guten Plot zwischen den Buchdeckeln finden. Vielleicht lag das an der Übersetzung, die ich gelesen habe, weil sie in der Bibliothek gerade da war, aber ich konnte der Geschichte wirklich nichts abgewinnen. Ich weiß sogar, welche Stellen witzig hätten sein sollen... sie waren es bloß nicht. Hard pass. Schatten des Windes hab ich mir dafür für die nächstjährige Reading Challenge vorgemerkt.

Sarah L.
Buch 20 von 52

P.S.: Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil. Marie von Ebner-Eschenbach

Samstag, 7. Oktober 2017

A book you bought on a trip - b) Nenne drei Hochkulturen

Autorinnen: Lena Greiner


Das Buch behandelt lustige SchülerInnenantworten aus Deutschland und ist der zweite Teil diese Sammlung. Die SchülerInnenantworten sind zum Großteil wirklich witzig, aber der Text dazwischen geht einmal nach einer Zeit wirklich auf die Nerven. Repetitiv und nichts sagend. Nur damit das Buch dicker wird bzw. damit man wirklich Autorinnen braucht. Da wäre es manchmal interessanter die Antworten oder Aussagen in einem größeren Zusammenhang aufzuarbeiten. Dennoch war es unterhaltsam für zwischendurch.