Freitag, 4. August 2017

DER Abbé dalla Piccola oder: Der Friedhof in Prag - Umberto Eco

Der Friedhof in Prag spielt eigentlich in Paris. Capitaine Simonini wacht eines Tages auf und stellt fest, dass er keinerlei Erinnerungen an den letzten Tag hat. Um seinen Gedächtnisschwund aufzuheben, beginnt er ein Tagebuch zu schreiben, in dem er sich von seiner frühesten Kindheit bis in die Gegenwart hinaufarbeitet. Er geht schlafen und plötzlich hat er wieder einen Tag verloren. Dafür findet er in seinem Tagebuch den Eintrag von einem Abbé dalla Piccola, einem Priester, der ebenfalls Tage aus seinem Gedächtnis verloren hat, klassischer Weise genau die, an die sich Simonini erinnert. Bis auf einen Tag, an den sich beide nicht erinnern können. Und so schreiben sie gemeinsam ihr Tagebuch. Dalla Piccola kann sich an Begebenheiten erinnern, an die sich Simonini nicht erinnern kann und hilft ihm dabei. Beide unabhängig voneinander äußern die Vermutung, dass sie eventuell eigentlich ein und dieselbe Person sind, sind sich aber nicht sicher. Und so entsteht das Leben von Capitaine Simonini.

Von der Geschichte her ist das Buch unglaublich gut und, auch wenn nicht sonderlich viel Spannung dahinter steht,  es ist toll zum Lesen. Das einzige was mich unglaublich gestört hat, war, dass immer von dem Abbé dalla Piccola oder von der Claire die Rede war. Also es hieß nicht. "Ich habe von Claire erfahren, dass..." sondern immer "Ich habe von der Claire erfahren, dass...". Ich weiß nicht, ob das nur ein Übersetzungsfehler oder geplant war, auf jeden Fall hat mich das so oft aus dem Lesefluss gebracht, weil mich das so gestört hat. Ansonsten ist es toll, nur das hat mich wahnsinnig gemacht.

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