Mittwoch, 1. März 2017

Wo Männer in Röcken sexy sind...

Sie hatte sich von einem wohlerzogenen, vernünftigen Mädchen in eine Idiotin verwandelt, die von ihren Hormonen geleitet wurde, und das in weniger als einer Nacht.

Eine Liebe in den Highlands - Katie Fforde

Jenny Porter soll für einen Kunden den sie selbst nicht kennt (sie ist virtuelle Assistentin) die Firma Dalmain Mills prüfen. In den schottischen Highlands angekommen stellt sich das als gar nicht so leicht heraus. Lady Dalmain ist eine Schnepfe, der älteste Sohn kann nichts falsch machen, der jüngste nichts richtig, die Schwiegertochter ist bürgerlich und die Tochter ist sowieso nix wert weil sie ja eine Frau ist. Die Firma hat Schulden, überteuerte Produktionskosten, Maschinen auf Leasing und kein Alleinstellungsmerkmal am Markt. Aber wie Jenny nunmal so ist kann sie zu niemanden nein sagen und verspricht den Arbeitern alles zu tun um die Firma zu retten. Und aus lauter Gutmütigkeit übernimmt Jenny auch noch die Arbeit im Imbisswagen der hochschwangeren Frau des jüngstens Sohnes. Dort begegnet sie auch dem überaus arroganten Ross Grant, der aber eine physische Anziehung auf sie ausübt, mit der ihr versnobter Verlobter in London leider gar nicht mithalten kann...

Das Buch hat so einige Makel, zum Beispiel wie Jenny sich im Haus Dalmain wie eine Dienstmagd herumkommandieren lässt obwohl sie eigentlich die Bücher prüfen sollte und von dem Mann angestellt wurde dem die Familie Geld schuldet. Oder wie sie sich in der Gegenwart von Ross Grant nichtmal drei Minuten lang zusammenreißen kann sondern sofort auf zickig und vorlaut umschaltet, nur um nochmal drei Minuten später knutschend in seinen Armen zu liegen. Oder wie unfassbar unsympathisch der Verlobte porträtiert wird. Man hätte ihm schon eine oder zwei gute Eigenschaften zuschreiben können. Oder dass sich jeder Charakter unter 50 im Laufe des Buchs verlobt, ausgenommen die schon verheirateten. Bestenfalls mittelmäßig wobei die erste Hälfte besser war.

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