Donnerstag, 15. Juni 2017

Doch fand er nie in früheren Tagen, der höllische Wicht, so wackeren Helden!



Beowulf  - Author unknown, herausgegeben von Walter Hansen

Die Story von Beowulf wurde schon unzählige Male wiederverwertet und neu aufgekocht, egal ob Literatur (einer der großen Einflüsse auf J.R.R. Tolkien, z.B.), Film, Theater oder ähnliches.

Der große Beowulf, Held der Gauten, so stark wie 30 Mannen, kommt dem König der Dänen zu Hilfe, denn das Ungeheuer Grendel hat sich in seiner Halle angesiedelt und mordet und futtert Bürger. Beowulf besiegt das Viech, reißt ihm eine Hand aus und hängt sie in der Halle auf. Das tödlich verwundete Ungeheuer rennt heim zu Mami und stirbt im Sumpf. Die ist natürlich not amused und kommt sich zu rächen. Weil aber Frauen (auch weibliche Ungeheuer) grundsätzlich nicht stärker als Männer sein können (der Text ist aus dem 8. Jahrhundert, es sei ihm verziehen) wechselt das Ding einfach mal mitten im Text sein Geschlecht und wird ein Er.  Also "der Mutter", sozusagen... Diese und noch weitere Heldentaten bis zum Tode Beowulfs werden geschildert.

Die Ausgabe des Textes finde ich super. Vor jedem Kapitel gibt es eine kurze Zusammenfassung was im Kapitel passiert, in heutiger Sprache. Im Text selbst findet sich zu unbekannten Wörtern immer direkt daneben am Seitenrand eine Erklärung/Übersetzung. Und das Buch hat auch zwei Abschnitte mit Illustrationen zu Beowulf aus den verschiedenen Zeitaltern.

Die Geschichte selbst ist eeetwas zäh, der ganze spannende Teil mit Grendel ist im ersten Drittel und die Sprache war für mich ziemlich anstrengend zu lesen. Trotzdem, wenn man Beowulf einmal lesen möchte empfehle ich diese Ausgabe!

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