Montag, 31. Juli 2017

What it means to be human oder: The Humans - Matt Haig

The Humans ist ein wirklich ganz netter kleiner Roman über den Wert des Lebens und vor allem der Liebe. Die Story ist glaube ich nicht sonderlich einfallsreich oder ungewöhnlich, aber es ist wirklich extrem nett geschrieben.

Zur Story: Geschrieben ist die Geschichte von einem Außerirdischen, der auf die Erde geschickt wurde, um eine spunghafte Entwicklung der Menschen zu verhindern. Die Menschen werden als zu gefährlich angesehen, also muss die Entschlüsselung eines mathematischen Problems (die Riemann Hypothese) verhindert bzw. vertuscht werden. Dafür schlüpft das Alien in den Körper desjenigen Mathematikers, der das Rätsel gelöst hat, mit dem Auftrag all jene auszulöschen, die von seiner Entdeckung gewusst haben könnten. Nur dass er bald draufkommt, dass ihm das Leben als Mensch gefällt und vor allem, dass es ihm missfällt gewisse Personen töten zu müssen. Und so entwickelt sich die Geschichte weiter...


Samstag, 29. Juli 2017

Once upon a Winter's Eve - Tessa Dare

Eine Novella aus Spindle Cove. Hat nur 113 Seiten und es passiert auch dementsprechend nicht sonderlich viel. Es ist auch eher schwach, hätte tatsächlich nicht für einen ganzen Band gereicht. War nicht sehr beeindruckend. Vor allem haben sich die Charakere sogar für so eine Romanze unlogisch verhalten.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Ich geb auf oder: A Night to Surrender - Tessa Dare

Der erste Teil der Spindle Cove Serie von Tessa Dare...das zweite Buch, das ich lese, um das ich normalerweise einen weiten Bogen gemacht hätte. Ich gebe auf: Ich mag diese Bücher, auch wenn es immer Überwindung kostet die Cover zu sehen.
Dieser Teil ist wirklich sehr süß, vor allem weil Spindle Cove so schön "erklärt" wird. Ich mag auch die Charaktere sehr gerne, man lernt sie finde ich auf eine ganz eigene Weise kennen. Am Besten ist allerdings immer noch das Schaf namens Dinner :)

Ach ja, zwecks Kategorie: Einer der Hauptcharaktere hat ein kaputtes Knie, alte Kriegsverletzung, aber damit humpelt er und kann es auch nicht sehr lange belasten.

A book by an autor who uses a pseudonym - The beauty and the Highlander

Autorin: Hildie McQueen

Schottland im Mittelalter, der Sohn eines Lairds mit einer Narbe heiratet, weil er es versprochen hat und so weiter und so weiter...nicht besonders spannend oder überraschend und Mittelalter ist auch nicht so meins, aber immerhin gibt es in diesem Buch keine Magie oder so was...nur reales Mittelalter halt...

P.S. Das Schloss am Cover ist sicher nicht aus dem Mittelalter...


The first book in a series you haven't read before - Tease (A Club Deep Story)

Autorin: Penny Wylder

Ich muss ehrlich zugeben, ich weiß nicht in welcher Reihenfolge die Serie zu lesen ist, denn es macht eigentlich keinen Unterschied. Deswegen habe ich einfach den Band genommen, den ich als erstes gelesen habe und der auch - glaube ich - als erstes erschienen ist. 

Andrea beginnt ihren neuen Job als Kellnerin in einem Club. Warum auch immer, weiß sie nicht, dass es sich bei Club Deep um einen Sexclub handelt. Und dann fängt sie auch noch etwas mit einem ihrer Bosse an. (Soviel zur Handlung)

Alle drei Bücher haben nur ca. 70 bis 90 Seiten, lesen sich also schnell und sind mehr Porno (man muss sich nur das Cover anschauen) als Geschichte, aber dennoch unterhaltsam zu lesen.

A book with a month or day of the week in the title - Bis Mittwoch unter der Haube

Autorin: Cathrine Bybee

Teil 1 von 7 (wobei nur 6 bis jetzt auf Deutsch erschienen sind). 

Die Serie dreht sich rund um Alliance - eine Heiratsvermittlung für Ehen auf Zeit. Sam vermittelt reichen Geschäftsmännern Frauen für eine platonische Ehe, die ihnen bei ihren Geschäften helfen soll. Blöd nur, wenn der Typ, der bis Mittwoch heiraten muss, nur sie heiraten will und dann kommt noch einiges anderes dazwischen. 

Ich mag die Serie sehr, habe alle über Kindle Unlimited gelesen, den siebten Band halt auf Englisch. Die Paare und auch die Freundschaften untereinander sind einfach nett geschrieben, leicht zu Lesen, aber nicht schlecht geschrieben/übersetzt, sondern einfach nur wohlfühl-lesen. Ich kann gar nicht sagen, welcher Teil mit am besten gefällt...ich glaube "Single ab Samstag".

Dienstag, 25. Juli 2017

Besser als gedacht oder: Venusbrüstchen - Monika Detering, Silke Porath

Venusbrüstchen ist ein nettes kleines Buch, in dem sich drei Freundinnen, die sich im Urlaub kennengelernt haben, gegenseitig Mails schreiben. Sie reden eigentlich über dieses und jenes, geben sich gegenseitig Lebensratschläge und verzweifeln auch mal aneinander.
Es ist nicht sehr aufregend, es wird keine große Verschwörung aufgedeckt oder ähnliches, aber es ist wirklich nett geschrieben und eine schöne Zwischendurchunterhaltung, bei der man nicht sonderlich denken muss.

Kleine Buch-Sünde: Die Autorinnen bringen sich am Schluss des Buches selber ein, als Autorinnen, die eine Bücherlesung machen. Empfand ich schon als sehr unnötig.

Sonntag, 23. Juli 2017

Seneca: De vita beata/Vom glücklichen Leben

Buch Nummer 50 für die Challenge heuer:

In einem Brief an seinen Bruder beschreibt Seneca, dass das Wichtigste ist, um glücklich zu sein, dass man der Tugend (virtus) folgt, und nicht der Lust (Laune).

Hat mich irgendwie nicht sehr beeindruckt.

Werwölfe ahoi oder: Ritus - Markus Heitz

Ritus spielt in zwei verschiedenen Zeiten, einmal in den 1764/65 und einmal 2004. Auch wenn es nie angesprochen wird, fängt die Familie der Castells, eine Wildhüterfamilie, an eine geheimnisvolle Bestie zu jagen, einen Werwolf, der schließlich auch die Söhne der Familie infiziert. Im Jahr 2004 jagt der letzte der Familie Kastell immer noch dieselbe Bestie und nebenbei auch noch ein paar andere Wandelwesen. Es gibt diverse Verstrickungen und so weiter und so fort.

Fazit: Es ist bis jetzt das schwächste Buch von Markus Heitz, das ich gelesen habe. Es ist ein Zweiteiler, das heißt, ich weiß noch nicht einmal, wie es wirklich ausgeht. Die Kapitel, die in 2004 spielen finde ich ehrlich gesagt eher langweilig. Eric von Kastell ist einfach viel zu stark, schnell, gut ausgebildet und so weiter. Er erwischt eh alles, auch wenn er noch ein Geheimnis hat, das ich gern gelüftet hätte. Die Kapitel die im 18. JH spielen, finde ich viel spannender, vor allem, weil sie erst herausfinden müssen, was für eine Bestie sie überhaupt jagen. Ich brenne aber nicht vor Begeisterung wie bei den anderen Markus Heitz.

Samstag, 22. Juli 2017

Terry Pratchett: Thud! (Discworld 34)

Ein Zwerg wurde erschlagen, und daneben lag eine Keule. Muss wohl ein Troll gewesen sein, weil die beiden Rassen sind seit dem Kampf in Koom Valley tief verfeindet. Vimes versucht, das Verbrechen aufzuklären und eine Wiederaufnahme des Kriegs zu verhindern.

Da der Vorrat an neuen Pratchetts gegen Null geht, hab ich mir ein paar aufgehoben, um sie langsam im Laufe der Zeit zu lesen. Das ist einer davon, und wie fast immer hat er mir sehr gut gefallen.

Freitag, 21. Juli 2017

Einfach ein tolles Buch! oder: Akata Witch - Nnedi Okorafor

Akata Witch hat mich unglaublich begeistert und auch gefesselt. Ich gebe zu, den Endkampf hab ich nicht ganz verstanden, aber das macht nichts, es war einfach ein tolles Buch.

Kurz zum Inhalt: Sunny, eine Albino, wächst in den USA auf, übersiedelt dann aber mit ihrer Familie nach Nigeria. Dort findet sie nicht nur Freunde sondern auch heraus, dass sie zu den Leopard People gehört, Menschen mit magischen Fähigkeiten, die ihre eigenen Kultur haben. Damit lebt sie von nun an in zwei Welten. Sie tut sich zum Teil schwer, da ihre Eltern selbst keine Leopard People sind, was ungewöhnlich ist. Aber sie lernt und der Leser lernt mit ihr mit. Gleichzeitig weiß Sunny, dass die Welt vor einer Katastrophe steht, die es abzuwenden gilt.

Es ist unglaublich spannend, glaubhaft geschrieben, vor allem weil die Leopard People teilweise so anders sind. In manchen von Sunnys Reaktionen habe ich mich sehr wiedergefunden :)
Sehr empfehlenswert!

A book involving travel - Schlimmes Ende

Autor: Philip Ardagh

Teil eins der Eddie Dickens Trilogie. Der junge Eddie wird von seinen kranken Eltern aus dem Haus weggeschickt zu einem Großonkel nach Schlimmes Ende. Das Buch ist beschreibt die Kutschenreise von Eddie, dem wahnsinnigen Onkel Jack und der noch wahnsinnigeren Tante Maud und dem Wiesel Malcom oder Sally. Die Ereignisse sind einfach super und das Buch halt sowohl auf Englisch (Awful End) und auf Deutsch einen super Humor.

Am meisten kann ich aber das deutsche Hörbuch empfehlen. Harry Rowohlt übersetzte das Buch und liest auch das Hörbuch. Das Buch habe ich das erste Mal gehört als ich zwölf war (denke ich) und seitdem ist es sowas wie ein Klassiker für Zitate in meiner Familie. Später habe ich auch das Buch auf Englisch gelesen. Da hat man dann den Vorteil, das auch auch ein paar Bilder gibt. Jede Version hat seine Vorteile.

P.S. Hörbuch kann man Online bei der Bücherei Wien ausborgen. Wenn es gerade verfügbar ist.

Walter Moers: Der Schrecksenmeister

Nach Rumo hatte ich längere Zeit keine Lust auf Moers mehr, aber ich hab ein Buch über Essen für die Reading Challenge gebraucht, und das erfüllt dieses Buch: Echo ist eine der letzten Kratzen, und nach dem Tod seines Frauchens knapp am Verhungern. Deswegen geht er einen Deal mit dem Schrecksenmeister ein: gemästet werden bis zum nächsten Schrecksenmond, aber dann muss er sterben. In der Zeit lernt er alles, was der Schrecksenmeister weiß und sucht einen Ausweg.

Nicht der beste Moers (Blaubär!) aber unterhaltsam.

Donnerstag, 20. Juli 2017

A book you loved as a child - Schlechte Nachrrichten

Autor: Philip Ardagh

Dritter Teil der Eddie Dickens Trilogie. Diesmal wird Eddie nach Amerika geschickt um sich um die Familien Zeitung "Schlechte Nachrrichten" zu kümmern. Natürlich läuft dabei nicht alles wie es laufen sollte.

Was soll ich sagen? Ich mag die Eddie Dickens Reihe. Werde sicher auch noch die zweite Trilogie hören, allerdings weiß ich nicht, wie ich die in die Reading Challenge einbauen soll.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Worum ging es noch gleich? oder: Schwerelos - Ildiko von Kürthy

Ich halte mich kurz, das Buch kam hier schon öfter vor:
Es war langweilig, ohne Story und ich fand es grottenschlecht.

Aber immerhin, es hatte Bilder drinnen, deswegen passt es doch in die Reading Challenge.

A book you've read before that never fails to make you smile - Furchterregende Darbietungen

Autor: Philip Ardagh

Teil Zwei der Eddie Dickens Reihe. 
Eddie lebt in Schlimmes Ende und in benachbarten Gefängnis sind Sträflinge ausgebrochen. Gleichzeitig taucht eine Leichenkutsche in Schlimmes Ende auf. Und so nimmt alles seinen Lauf. 

Es kommt zwar nicht ganz an den ersten Teil heran, aber es ist immer noch gut. 

Dienstag, 18. Juli 2017

A book where the main character is a diffrent ethnicity than you - Ich nannte ihn Krawatte

Autorin: Milena Michiko Flašar


Das Buch habe ich angefangen ohne irgendeine Vorstellung zu haben, worum es geht. Ich habe ein paar Seiten gebraucht um zu merken, dass es in Japan spielt (das Cover hätte ein Hinweis sein können) und die Hauptfigur männlich ist.


Der Erzählstil ist anfangs vielleicht etwas seltsam, aber ich bin unglaublich schnell in das Buch gefallen und war am Ende richtig traurig.

Zum Inhalt will ich gar nichts sagen. Mir hat die Geschichte extrem gut gefallen, sogar die Kürze war genau richtig. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

Montag, 17. Juli 2017

An espionage Thriller - The Templar Legacy (Cotton Malone #1)

Autor: Steve Berry
Vornweg: Thriller sind nicht meins, weder als Buch noch als Film und Espionage Thriller schon gar nicht. 

Dennoch hat mir das Buch vor allem am Anfang sehr gut gefallen. Gegen Ende wird es für mich langweiliger, aber dennoch merkt man die 700 Seiten, die die Kindle Version haben soll, nicht wirklich. Ich will eigentlich nichts zur Handlung sagen, weil einfach alles irgendwie Spoilern könnte. 

Meine Kritikpunkte: 

  • Die Figur von Cotton Malone ist für mich irgendwie nicht ganz stimmig. Einerseits ist er ein Buch-Liebhaber, der sich mit allem Möglichen beschäftigt, andererseits ist er super fit und sportlich und als Agent natürlich im Kampf ausgebildet, wenn auch Agent im Ruhestand. Irgendwie konnte ich keine Beziehung zu dieser Figur aufbauen, die anderen Figuren sind da teilweise irgendwie besser gelungen - menschlicher. 
  • Die Erzählenden Figuren wechseln ständig und irgendwie sind es am Anfang zu viele. Dadurch weiß man meiner Meinung nach auch zu viel. Zwei Perspektiven hätten gereicht, wie es am Ende dann eigentlich auch ist (bis auf Ausnahmen). Ich habe nie das Gefühl gehabt, ich muss jetzt weiterlesen, weil ich nicht weiß, was passieren wird. Es ist alles etwas vorhersehbar.
  • Bibel Bla Bla: Ja, ich weiß es geht um die Templer, aber OMG, wie lange kann man darüber diskutieren was mit Jesus jetzt genau passiert ist und ob in der Bibel die Wahrheit steht und was passieren würde, wenn man herausfindet, dass es nicht die Wahrheit ist. Fakt ist doch: Es würde genau nichts ändern. Die, die glauben die Bibel sagt die Wahrheit, werden es auch weiterhin glauben und die, die es nicht glauben werden es auch weiterhin nicht glauben und halt einen Beweis dafür haben. Immerhin geht es bei der Religion genau um das: GLAUBEN. und nicht um WISSEN. 
Alles in allem ist das Buch nett zu lesen gewesen, sonst hätte ich wesentlich länger zum Lesen gebraucht. Und irgendwie habe ich sogar Lust einen weiteren Teil zu lesen, allerdings nicht gleich und nur wenn es bitte nicht wieder um die Bibel geht.


Ihr Leben kreiste um Friedrich oder: Die Waffen nieder! - Bertha von Suttner

Bertha von Suttner erzählt in Die Waffen nieder! die Geschichte einer österreichischen Hochadligen, die nicht nur in den höchsten Kreisen verkehrt, sondern auch an sich ein sehr selbstständige und selbstbestimmte Frau ist. Ihre Geschichte wird von ihr selbst erzählt, als Tagebuch zur Erinnerung für irgendjemanden. Sie wurde von ihrem kriegsfreudigen Vater erzogen, ihre Einstellung zum Krieg ändert sich allerdings, als ihr erster Mann im Krieg fällt. Schließlich findet sie wieder einen Mann, schon wieder einen Soldaten, der aber genauso gegen den Krieg ist, wie sie. Und dann dreht sich alles nur mehr um ihn.
Sie selbst ist den größten Teil des Buches sehr selbstbestimmt, nach einem tragischen Ereignis ändert sich das allerdings vollständig. Danach folgt sie ihrem Friedrich praktisch wie ein Hündchen.

Das Buch ist nicht schlecht, versteht mich nicht falsch! Es zeigt vor allem die Wirren und vor allem die Grausamkeiten des Krieges wie sicherlich kein anderes Buch zuvor. Außerdem ist es einfach aus historischer Sicht unglaublich spannend zu lesen, aber irgendwann ist sie mir nur mehr auf die Nerven gegangen. Die ganze Suderei gegen den Krieg hat sich einfach wiederholt und wurde mir zu viel.

Freitag, 14. Juli 2017

China Miéville: The Last Days of New Paris

Eine Bombe bestehend aus Magie und Einfällen von Surrealisten ist in Paris während des zweite Weltkriegs explodiert, und seitdem manifestieren sich dort surrealistische Gestalten. Die Nazis haben deswegen die Stadt nicht übernehmen können, beschworen aber im Versuch Teufel aus der Hölle, um ihnen zu helfen. In dieser Welt spielt dieses unterhaltsame Buch.

Wie immer bei Miéville wird man hineingestoßen in ausufernde Ideen; ein bisschen weniger Story als sonst, gefiel mir trotzdem.

J. R. R. Tolkien: The Hobbit

Der Hobbit Bilbo Baggins wird vom Zwerg Thorin und seinen Kumpanen angeheuert, um den Drachen Smaug um seinen den Zwergen gestohlenen Schatz zu erleichtern. Die Reise selbst schon ist gefährlich, und was macht man dann mit dem Drachen?

Sehr flüssig erzählte nette Geschichte, gefiel mir als Kind schon und jetzt immer noch.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Ich sehe tote Menschen

Das Rosenholzzimmer - Anna Romer

Tony ist tot. Selbstmorg. Er hinterlässt seiner Tochter Bronwyn und deren Mutter Audrey das Anwesen Thornwood House, in welchem er aufgewachsen ist. Audrey verliebt sich sofort in das Haus und beim herumstöbern findet sie Briefe und Bilder von Samuel (Tony's Großvater) und seiner Liebe Aylish. Während Samuel im 2. Weltkrieg gedient hat, hat Aylish ihre gemeinsame Tochter Luella zur Welt gebracht, Tonys Mutter.
Nach und nach entfaltet sich vor Audrey die gesamte geschichte von Samuel und Aylish, wie die junge Frau damals ums Leben gekommen ist, warum Luelle sich seit 20 Jahren in ihrem Haus eingesperrt hat, wie Tonys Schwester Glenda als Kind ums Leben gekommen ist, in der selben Schucht wie ihre Großmutter 40 Jahre zuvor. Und warum Tony nie über seine Familie gesprochen hat und war sein Ableben wirklich Selbstmord, Und was ist eigentlich mit Cleve, Tony's Vater passiert?

Zu viele Namen? Zu viele Stories? Absolut richtig. Die Autorin versucht 3 Generationen an Familiengeschichte in ein Buch zu quetschen, dazu noch eine Prise Liebesgeschichte (Audrey's tauber Nachbar) und irgendwie kommt das alles zu kurz. Keine der Personen kann einem so richtig ans Herz wachsen (den alten Nachbarn fand ich ganz nett), oft ist es einfach nur ein herunterrattern an Informationen so als würde man zu viel Stoff in zu wenig Worte packen wollen. Die letzten 100 Seiten (von 600) waren wirklich toll weil da echt viel passiert ist, davor eher Kaugummifeeling.

Und das beste habe ich euch noch vorenthalten: einen Teil ihrer Informationen zu den GEschehnissen in der Vergangenheit erhält Audrey dadurch, dass sie in Samuel's alten Zimmer einschläft und dann "Visionen" hat, sie erlebt den Mord an Aylish wie durch ihre eigenen Augen und fühlt sich der Frau auf unerklärliche Art verbunden. Ein bisschen zu viel Hokus Pokus in einer Story die das gar nicht gebraucht hätte.

Samstag, 8. Juli 2017

Mary Gentle - Ash. A Secret History

Innerhalb einer Rahmengeschichte, bei der ein Historiker alte Quellendokumente übersetzt, geht es eigentlich um eine Söldnerführerin Ende des 15. Jhdts. Ihre Erlebnisse im Rahmen eines halben Jahres werden auf 1100 Seiten ausgebreitet. Anfangs geht es um "normale" Probleme wie darum, die Kompanie zusammenzuhalten oder gute Aufträge zu bekommen, um ihre ca. 800 Leute zu ernähren; später hingegen driftet es mehr ins fantastische ab, z.B. als sie erfährt, dass die Stimme, die sie in ihrem Kopf hat, eigentlich ein Kampfcomputer in Carthago ist (und nicht ein Heiliger, wie sie dachte). Es wird aber noch abstruser...

Sehr gut gezeichnete Charaktere, das Leben im 15. Jhdt. im Krieg wird sehr detailliert dargestellt, und auch die Rahmenhandlung geht nicht unter. Ein sehr eigenes Leseeerlebnis; lang, aber packend.