Das Rosenholzzimmer - Anna Romer
Tony ist tot. Selbstmorg. Er hinterlässt seiner Tochter Bronwyn und deren Mutter Audrey das Anwesen Thornwood House, in welchem er aufgewachsen ist. Audrey verliebt sich sofort in das Haus und beim herumstöbern findet sie Briefe und Bilder von Samuel (Tony's Großvater) und seiner Liebe Aylish. Während Samuel im 2. Weltkrieg gedient hat, hat Aylish ihre gemeinsame Tochter Luella zur Welt gebracht, Tonys Mutter.
Nach und nach entfaltet sich vor Audrey die gesamte geschichte von Samuel und Aylish, wie die junge Frau damals ums Leben gekommen ist, warum Luelle sich seit 20 Jahren in ihrem Haus eingesperrt hat, wie Tonys Schwester Glenda als Kind ums Leben gekommen ist, in der selben Schucht wie ihre Großmutter 40 Jahre zuvor. Und warum Tony nie über seine Familie gesprochen hat und war sein Ableben wirklich Selbstmord, Und was ist eigentlich mit Cleve, Tony's Vater passiert?
Zu viele Namen? Zu viele Stories? Absolut richtig. Die Autorin versucht 3 Generationen an Familiengeschichte in ein Buch zu quetschen, dazu noch eine Prise Liebesgeschichte (Audrey's tauber Nachbar) und irgendwie kommt das alles zu kurz. Keine der Personen kann einem so richtig ans Herz wachsen (den alten Nachbarn fand ich ganz nett), oft ist es einfach nur ein herunterrattern an Informationen so als würde man zu viel Stoff in zu wenig Worte packen wollen. Die letzten 100 Seiten (von 600) waren wirklich toll weil da echt viel passiert ist, davor eher Kaugummifeeling.
Und das beste habe ich euch noch vorenthalten: einen Teil ihrer Informationen zu den GEschehnissen in der Vergangenheit erhält Audrey dadurch, dass sie in Samuel's alten Zimmer einschläft und dann "Visionen" hat, sie erlebt den Mord an Aylish wie durch ihre eigenen Augen und fühlt sich der Frau auf unerklärliche Art verbunden. Ein bisschen zu viel Hokus Pokus in einer Story die das gar nicht gebraucht hätte.

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