Mittwoch, 27. Dezember 2017

Die restlichen Highlights - Teil 2

Nachdem ich viel zu lange nichts gepostet habe, gibts hier jetzt eine kurze Zusammenfassung aus dem, was ich gelesen habe. Nachdem die weniger berauschenden schon dran waren, kommen jetzt meine (restlichen) Highlights.



Es - Stephen King (a book by an author from a country you never visited)

Ich weiß, meine Büchermischung im heurigen Jahr, war echt grandios. Es kannte ich schon, hatte es schon gelesen und mich hat der Film, der heuer rausgekommen ist, wieder dazu gebracht, es noch einmal in die Hand zu nehmen. Und ich muss sagen: Es ist so genial wie zuvor. Auch wenn es offiziell ein Horrorbuch ist und natürlich auch der Film der klassischer Horrorfilm ist, so ist das Buch für mich eher eine Geschichte über Freundschaft und die Magie, die in einer engen Freundschaft verborgen ist. Es ist vielmehr ein Fantasybuch, in dem das Böse mitten in Derry versteckt ist und in Gestalt eines Clowns auftritt. Die Hauptcharaktere sind zunächst Kinder und dann Erwachsene, aber sie erkennen schnell, dass sie das Böse nur gemeinsam besiegen können und nur dann, wenn sie an ihrer Freundschaft festhalten. Darum geht es für mich in "Es". Stephen Kind selbst sieht das übrigens genauso.
Fazit: Selbst wer keine Horrorbücher mag, aus dieser Sichtweise lohnt sich Es trotzde.

Das Marillenmädchen - Beate Teresa Hanika (a book with an unreliable narrator)
Ein durchaus schwieriges Thema, dass in diesem Buch verarbeitet wird. Auf der einen Seite liest man die Erinnerungen einer Holocaustüberlebenden, auf der anderen Seite die Sicht einer jungen Deutschen, die sich in ein jüdsiches Mädchen verliebt. Es ergeben sich etliche Komplikationen, da der Antisemitismus leider noch nicht ausgestorben ist. 
Ich fand dieses Buch unglaublich stark und auch die Message hat mich sehr berührt. Das man erst nach und nach auf Verbindungen draufkommt, fand ich auch sehr schön. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch nicht für jeden geeignet ist, da der Erzählstil sehr eigen ist. 
Fazit: Ein sehr starkes Buch, mit einer sehr starken und bedrückenden Aussage.  

Priestress of the White - Trudi Canavan (a book thats way too long an your TBR list)
Ich muss sagen, ich habe dieses Buch wirklich genossen. Es kam am Anfang nicht sehr schnell voran, aber auch das fand ich schön. Es ist wirklich gut geschrieben und man bekommt so viel von der Welt geboten, das ich es schon fast schade fand, als es dann doch zu mehr "Action" kam.
Sehr spannend zu lesen fand ich auch die unterschiedlichen Blickwinkel die durch die Erzählung geboten werden. Auch das hat mir wirklich gut gefallen.
Fazit: Obwohl es das erste Buch einer Trilogie ist, finde ich, dass es einen schönen Abschluss hat, aber natürlich sind einige Fragen offen, so dass ich mich dann auch durchaus freuen werde, die restlichen beiden Bücher zu lesen.



Das Buch des Feuers - James Clemens/aka: James Rollins (a book by an author who uses a pseudonym)
Der erste Teil einer fünfteiligen Reihe. Ich habe diese Serie schon einmal gelesen und sie hat mich damals schon fasziniert. Nun fasziniert mich noch mehr. Nach nur wenigen Seiten habe ich gemerkt, dass ich wieder komplett reinkippe in die Story und die Welt. Ich finde die Welt unglaublich schön beschrieben. Es fängt damit an, dass man verschiedene Fantasyrassen hat. Man kennt sie zwar, aber sie sind hier vollkommen neu beschrieben. Und obwohl Ereignisse aus der Sicht von fünf oder mehr verschiedenen Charakteren geschildert werden, kommt keiner der Charaktere zu kurz. Sie alle erhalten ihre eigene Persönlichkeit, man kann sich in ihre Probleme und Gedanken hineinversetzen. Das schaffen nicht viele Bücher. 
Fazit: Ich empfehle diese Reihe allen die High-Fantasy lieben. Auch wenn sie relativ unbekannt ist, zählt sie meiner Meinung nach, zu einer der besten Reihen überhaupt! 

Dienstag, 26. Dezember 2017

Die restlichen Highlights - Teil 1

Nachdem das Jahr sich nun dem Ende neigt und ich lange nichts mehr gepostet habe, habe ich beschlossen euch einfach eine Zusammenfassung zu geben. Nachdem ich gestern meine Low-Lights gepostet habe, kommen jetzt meine Highlights des restlichen Jahres, also all jene, die ich noch nicht gepostet hatte.

Ich nannte ihn Krawatte - Milena Michiko Flasar (a book where the main charakter is a diffrent ethnicity than you)
 

Ein sehr kurzes Buch, aber unglaublich stark geschrieben. Die Massage dahinter ist unglaublich und auch wegen dieses Buches bin ich um den Buchclub unglaublich froh. Von alleine hätte ich dieses Buch niemals gelesen. Die Emotionen sind unglaublich gut geschildert ohne ins Kitschige und in Gefühlsduselei abzuschweifen. Das fand ich unglaublich angenehm.
Fazit: Eine unglaublich schöne Geschichte über die Rückkehr ins Leben

Weltasche. Über das Gift an Quallenmembranen - Marie Graßhoff (a book you bought on a trip)
Über den ersten Teil dieser Fantasy - Sciencefiction Reihe habe ich schon einmal gepostet und es ziemlich in den Himmel gelobt. Dieses hier ist der zweite Teil der Reihe, der auch an die 800 Seiten hat. Auch dieser Teil war unglaublich gut, ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich genossen. Ich kann hier leider nicht viel vom Inhalt veraten, da ich ansonsten sehr stark spoilern würde. Was mich aber sehr begeistert hat, war, dass Marie Graßhoff schon wieder neue Charaktere einführt, die aber genauso spannend und interessant sind, wie die Charaktere im ersten Band. Man bekommt wieder neue Perspektiven auf die Welt, in der die Geschichte spielt, obwohl man dachte, dass man schon alles kannte und wusste.
Fazit: Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf den nächsten Band!

Kalle und Kasimir: Der geheimnisvolle Nachbar - Mirjam Müntefering (a book with a cat on the cover)
Ein unglaublich süßer Tierkrimi. Die Schilderungen aus Sicht des Hundes und des Katers sind einfach unglaublich gut beschrieben. Ich weiß nicht, ob Katzen wirklich so komplex denken, aber wenn, dann trifft die Schilderung wirklich ziemlich perfekt. Hat mich sehr an meinen Kater und den Hund meiner Tante erinnert. Die haben sich auch einmal getroffen. Die Reaktion war so ziemlich dieselbe, wie zwischen Kasimir und Kalle.
Fazit: Muss den zweiten Band auf jeden Fall auch lesen!




Der Schrecksenmeister - Walter Moers (a book about food)
Einer der süßesten Zamonienromane überhaupt. Auch hier wieder eine Katze als Protagonist. Also eigentlich eine Kratze = Katze mit Sprachvermögen. Nicht nur, dass die ganze Geschichte unglaublich lustig ist, allein für die Schilderungen des Katzenverhaltens ist es dieses Buch wert zu lesen. Und was in diesem Buch alles gekocht wird! Sollt man nicht lesen, wenn man gerade furchtbaren Hunger hat.
Fazit: Auch beim wiederholten Lesen immer noch sehr genial!





Mord in Schönbrunn - Beate Maxian (a bestseller from 2016)
Ein wirklich sehr guter Wien-Krimi. Mir hat sehr gefallen, dass es ein klassischer Krimi ist und kein Thriller, der sich als Krimi tarnt. Es geht nicht um die Spannung, ob man irgendein wirres Rätsel in der richtigen Zeit löst, sondern um die Auflösung des Falls und die Suche nach dem Mörder. Außerdem spielt der Krimi in Wien, was bedeutet, dass ich die Schauplätze tatsächlich kenne. Außerdem ist darin verwoben ein Spiel mit Symbolen, was mir persönlich auch besonders gut gefällt. Zudem ist es gut geschrieben, nicht zu aufregend, aber eben immer spannend. Auch besonders angenehm: Das Buch ist aus einer ganzen Reihe, die sich um dieselbe Journalistin dreht. Das war der vierte Teil der Reihe und trotzdem hat man kein Problem der Handlung zu folgen.
Fazit: Ich werde sicherlich auch die restlichen Bücher der Reihe lesen. 

Mama Muh und die Krähe - Jujja Wieslander (a book you got from a used book sale)
Ein sehr süßes Kinderbuch um eine außergewöhnliche Kuh und eine sehr pessimistische Krähe. Mama Muh will immer alles ausprobieren, die Krähe versucht es ihr auszureden und Mama Muh macht es trotzdem. Das Buch besteht aus vielen kleinen Geschichten um Mama Muhs Abenteuer. So lernt sie zum Beispiel schwimmen und radfahren. Gleichzeitig sind auch immer wieder Geschichten um die Freundschaft zwischen Mama Muh und der Krähe eingebaut, die auch wirklich süß sind. Die Geschichten sind zusätzlich auch noch sehr schön und herzig illustriert. Mit diesem Highlight hatte ich gar nicht gerechnet, da ich es nur besitze, weil es in meiner Bücherei aussortiert wurde.
Fazit: Ein sehr schönes Kinderbuch, sehr geeignet zum Vorlesen.

Montag, 25. Dezember 2017

Die restlichen Low-Lights

Nachdem das Jahr doch schon sehr fortgeschritten ist, habe ich beschlossen, ich gebe euch einfach eine kurze Zusammenfassung über die Bücher die ich noch gelesen habe. Beginnen möchte ich mit den Büchern, die ich nicht so berauschend gefunden habe. Im nächsten Post folgen dann meine persönlichen Highlights, die noch ich noch nicht vorgestellt habe.
Hier also die "Low-Lights":

Frankenstein - Mary Shelley (a book that's mentioned in another book)
Frankenstein hat für mich einfach schon lange zu den Klassikern gezählt, die ich mal unbedingt gelesen haben muss. Das habe ich hiermit getan. Es war nicht uninteressant, da die eigentliche Geschichte so ganz anders ist, wie die ganzen Pseudo-Filmadaptierungen, die ich so kenne. Aber die Erzählstruktur ist doch einfach langatmig. Ich weiß, andere Zeit und so. Von dem her ist es auch sehr spannend, aber eben langatmig. Und machmal hab ich mir gedacht, der Protagonist ist schon ein ziemlicher Trottel. Aber was solls.
Zählt für mich zu der Kategorie: Ein Klassiker, den ich lesen wollte, es nicht bereut habe, ich aber nicht nochmal lesen muss.


Prinzessin Insomia und der alptraumfarbene Nachtmahr - Walter Moers (a book published in 2017)
Dieses Buch war meine persönliche Enttäuschung des Jahres. Ich hatte mich wirklich sehr auf den neuen Zamonienroman gefreut, aber Prinzessin Insomnnia war einfach kein wirklicher Zamonienroman. Auch wenn das Buch an sich nicht schlecht war und die typischen Erzählelemente von Walter Moers natürlich aufweist, aber im Vergleich zu den restlichen Zamonienromanen war dieser hier wirklich schwach. Außerdem spielt sich alles nur im Kopf der Prinzessin ab. Der Roman könnte also auch genauso gut in unserer Welt spielen. Sehr schade.


 
Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden - Fahimeh Farsaie (a book about an immigrant or refugee)
Das Buch an sich war nicht so schlecht zu lesen, aber auch nicht so aufregend. Die Erzählstruktur war offensichtlich auf die persische angepasst. Und das bedeutet, dass dauernd um den heißen Brei herumgeredet wird, ohne dass die eigentlichen Probleme je ausgesprochen wird. Man liest sie natürlich zwischen den Zeilen, aber auf Dauer wird das anstrengend.  
Von der Story her ist der eigentliche Aufhänger, dass die Mutter der Protagonistin irgendwann beschließt eine deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Seit dem versucht sie, die deutsche Mentalität zu verstehen. Ich finde, daraus hätte man irgendwie mehr machen können, aber letztendlich dreht es sich um die Familienprobleme der Protagonistin.
Fazit: Nicht so schlecht, aber man hat nichts verpasst.

Schneeriese - Susan Kreller (a book set around a holiday other than Christmas)
Der erste Herzschmerz eines Teenagers. Mein Gott, war das viel Gefühlsduselei. Ich weiß, dass das anderen sehr gut gefallen hat, aber mir war das viel zu viel. Mich hat es zum Teil einfach nicht interessiert, wie es weiter geht, nämlich so richtig gar nicht.
Fazit: Ein Buch, das einigen offensichtlich gefällt, mir aber gar nicht.






Harry Potter and the chamber of Secrets - J.K. Rowling (a book you loved as a child)
Nicht falsch verstehen! Nein, ich liebe dieses Buch, aber es passt nicht zu meinen persönlichen Highlights dieses restlichen Jahres. Dafür hab ich das Buch einfach schon viel zu oft gelesen. Dafür habe ich es heuer endlich auch mal auf Englisch gelesen, damit ich zumindest ein bisschen Abwechslung darin hab.
Fazit: Immer noch ein wirklich gutes Buch!






Dienstag, 7. November 2017

Cutest kitty ever!!! oder: Il gatto stregato

Autoren: Paolo Cossi, Massimiliano Frezzato
fertig gelesen am 21.10.17

Meine Eltern haben mir von ihrem Urlaub aus Sizilien eine Bleistiftzeichnung eines Kidnerbuchillustrators mitgebracht, die wirklich sehr süß ist. Das war ja schon echt toll, aber meine Mutter hat es sich in den Kopf gesetzt mir auch noch das zugehörige Buch zu verschaffen... Da sag ich nicht nein. 

Il gatto stregato ist ein in Reimen verfasstes Kinderbuch, von dem ich zumindest genug verstehe um den Plot nachzuvollziehen ^^ Das wirklich tolle sind in meinen Augen die Illustrationen. Darum lasse ich diese für sich stehen. Einfach sooooooooooooo süß!!! Mehr muss ich dazu auch nicht sagen, glaube ich. 






Sarah L.
Buch 28 von 52

P.S.: Der Wohlwollende fürchtet Mißgunst nicht. Marie von Ebner-Eschenbach

Sonntag, 5. November 2017

(This was after stew) oder: The Princess Bride

Autor: William Goldman
fertig gelesen am 21.10.17

Den Film zum Buch kannte ich schon lange, und ich habe schon als Jugendliche versucht, das Buch zu lesen, damals in einer deutschen Übersetzung. Ich wusste aus dem Film, dass es eine Rahmenhandlung gibt, aber die ist im Buch so anders als im Film, dass ich das Buch irritiert weggelegt habe. Irgendwann habe ich es mir dann in guter Hoffnung nochmal auf Englisch besorgt und jetzt beschlossen es endlich zu lesen.

Gott sei Dank.

Der Roman ist superunterhaltsam. Ich liebe die Erzählerstimme, die ja das Buch nur von einer "Vorlage" abschreibt und die langweiligen Stellen des Originals kürzt. Fantastische Herausgeberfiktion, die so überzeugend ist, dass es Leute im Internet gibt, die nach Beweisen bitten, dass es den angeblichen Origianlautor S. Morgenstern wirklich nicht gibt. Darum (und ja, es ist ein bisschen eine Dehnung der Kategorie) würde ich dieses Buch durchaus im Dunstkreis der unzuverlässigen Erzähler sehen, immerhin behauptet der Erzähler, man könne, wenn man eine der gekürzten Szenen lesen wolle, an den Verlag schreiben, um diese zu erhalten. Leute haben das tatsächlich gemacht, aber stattdessen einen Brief erhalten, in dem erklärt wird, dass es rechtliche Probleme gibt und die Szene darum nicht weitergegeben werden darf... Clever, aber gelogen. Darum sehe ich mich halb im Recht das Buch so zu belabeln. 

Jedenfalls hatte ich großen Spaß beim Lesen, nur das Nachwort war nicht mehr ganz so gelungen... stellenweise dann wieder doch... Ich weiß nicht. Ich würde empfehlen, das Buch mal ohne Nachowrt zu lesen und das erst später nachzuholen, damit die originale Version mal wirken kann. Kann Buch und Film nur wärmstens empfehlen!

Sarah L.
Buch 27 von 52

P.S.: Die größte Gleichmacherin ist die Höflichkeit; durch sie werden alle Standesunterschiede aufgehoben. Marie von Ebner-Eschenbach

Freitag, 3. November 2017

Hilfe, ein wildes h! oder: Das Geheimnis der Quantenwelt

Autoren: Thibault Damour, Mathieu Burniat
fertig gelesen am 10.10.17

Ich bin immer auf der Suche nach Physikbüchern, die ich für den Unterricht verwenden kann. Das ist gar nicht so einfach, da es entweder Bücher für sehr laienhaftes Publikum gibt, oder für StudentInnen des Faches, aber fast nichts dazwischen. Ich hatte gehofft mit diesem Comic zur Quantenphysik ein paar neue Impulse zu bekommen.

Tatsächlich gibt es einen Plot, der -- wie man sich denken kann -- zweitrangig ist, aber zu einem netten Abschluss des Abenteuers führt. Im Großen und Ganzen stolpert die Hauptfigur von einem Physiker zum nächsten und lässt sich deren Beitrag zur Quantenphysik erklären. Dabei stolpert er durch Wälder, Meere, über Klippen und durch Höhlen, wo wilde Planck'sche Wirkungsquanten herumlaufen...

Stellenweise ist das Vereinfachen der Konzepte gut gelungen, in anderen Teilen des Buches ist der Inhalt dann leider doch etwas zu hoch, manchmal sogar für mich, und ich sollte wirklich checken, worum es geht. Ich finde es aber ganz spannend, einige Inhalt anders interpretiert zu sehen, als ich sie bis jetzt gekannt hatte, etwa Schrödigners Katze. 

Ich möchte das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen, denn ich glaube, dass ich da auch für mich noch viel rausholen kann, allerdings nur mit Hilfe von zusätzlicher Lektüre/Recherche. Der Band ist aber sicher besser gelungen als der entsprechende Band aus der Infocomics-Reihe.

Sarah L.
Buch 26 von 52

P.S.: Wenn man ein Seher ist, braucht man kein Beoachter zu sein. Marie von Ebner-Eschenbach

Mittwoch, 1. November 2017

Und sie checkt es doch, oder: Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden

Autorin: Fahimeh Farsaie
fertig gelesen am 09.10.17

Dieses Buch über den Einbürgerungsantrag der Mutter der Erzählerin war für mich gut zu lesen, aber leider von der Kategorie "und wenn ich es nicht gelesen hätte, hätte ich auch nicht viel verpasst". Ich muss aber zugeben, dass ich doch beeindruckt vom letzten Kapitel war, in dem die Erzählfigur endlich durchblicken lässt, dass sie genau weiß, dass ihr Freund mit ihrer besten Freundin und ihr Bruder mit seinem besten Freund schläft. Das wusste man als Leserin schon eine ganze Weile (aus dieversen Hinweisen deduziert), aber ich dachte wirklich, dass die Erzählerin das übersieht --  oder übersehen will. Also gelungenes Ende, dass muss ich ihr lassen!

Sarah L.
Buch 25 von 52

P.S.: Sehr geringe Unterschiede begründen manchmal sehr große Verschiedenheiten. Marie von Ebner-Eschenbach

Montag, 30. Oktober 2017

Lachen oder Morden? oder: Batman: The Killing Joke

Autoren: Alan Moore, Brian Bolland
fertig gelesen am 29.09.17

Vor ein paar Jahren hatte ich eine Phase, wo ich begonnen habe mich intensiver mit Comics zu beschäftigen. In meiner Jugend habe ich zwar Mangas gelesen, aber um alles andere comicartige einen großen Bogen geschlagen, weil mir der Zeichenstil nicht zusagte. (In den meisten Fällen trifft das auch heute noch zu, aber ich habe andere Zugänge zu dem Medium gefunden.)

In meinen Recherchen tauchte The Killing Joke immer wieder als einer der drei besten Batman-Comics auf, also legte ich ihn mir zu. Die Geschichte hat Alan Moore (V for Vendetta, Watchmen, League of Extraordinary Gentlemen) geschrieben und hat Qualität, aber wirklich gelungen ist das Ende, das -- obwohl es ja in Bildern erzählt wird -- auf zwei komplett verschiedene Arten gelesen werden kann, was mir erst bewusst wurde, als ich in hitziger Diskussion mit einem Studienkollegen erkannte, dass er das Ende ganz anders als ich interpretierte. Soviel zu dem Vorurteil, dass Comics einfach zu lesen seien. Jedenfalls habe ich das Buch letztens nach einem Gespräch mit Bernhard wieder ausgepackt und mir erneut zu Gemüte geführt. Es ist immer noch eine sehr gut durchdachte Geschichte, die vor allem durch die Rückblicke auf die Entstehung des Jokers besorders spannend wird.

Sarah L.
Buch 24 von 52

P.S.: Die Welt gehört denen, die sie haben wollen, und wird von jenen verschmäht, denen sie gehören sollte. Marie von Ebner-Eschenbach

Samstag, 28. Oktober 2017

Buchtipps während Konferenzen, oder: Neue Autorität

Autoren: Haim Omer, Philip Streit
fertig gelesen am 17.09.17

Während einer der diesjährigen Eröffnungskonferenzen haben zwei Kolleginnen das Konzept der neuen Autorität vorgstellt und erklärt, dass sie mit einem Team von LehrerInnen versuchen, dieses Konzept in einer ersten Klasse umzusetzen. Die Neue Autorität beruht auf Nähe statt Distanz und setzt großen Wert auf Deeskalation und Wertschätzung auch in schwierigen Situationen. 

Ich bin gleich nach der Konferenz in die Buchhandlung marschiert und habe mir das Buch bestellt -- oder zumindest dachte ich das. Das dünne Bändchen, das ich bestellt habe, ist nämlich eine kurze Zusammenfassung für Eltern. Dennoch war es gut zu lesen, da es die Konzepte der Neuen Autorität gut und anschaulich mit vielen Fallbeispielen erklärt. Nach dem Lesen habe ich auch herausgefunden, wie das Buch heißt, das sich mehr auch auf LehrerInnen und Schulalltag bezieht; das lese ich jetzt, da es zufällig in eine andere Kategorie passt :-) In jedem Fall ein sehr spannendes Autoritätskonzept und die kurze Ausgabe, über die ich hier spreche, liest sich auch wirklich flott.


Sarah L.
Buch 23 von 52

P.S.: Jeder Weltmann verkehrt lieber mit einem wohlerzogenen Bösewicht als mit einem schlecht erzogenen Heiligen. Marie von Ebner-Eschenbach

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Nur noch halb gegruselt, oder: Murder on the Orient Express

Autorin: Agatha Christie
fertig gelesen am 11.09.17

Letztes Jahr habe ich And then there were none von Agatha Christie gehört und mich unter meiner Bettdecke versteckt. Ich fand die Geschichte sehr cool -- aber ein bisschen zu spannend. Nachdem ich aber herausgefunden habe, dass Murder on the Orient Express ins Kino kommt und der Büchermontag einen Krimi-Schwerpunkt macht, habe ich mich doch dazu hinreißen lassen mir ein Audiobook dazu zu besorgen. 

Ich kann die Hörbuchversion gelesen von David Suchet wärmstens empfehlen! Ich habe mich nicht so sehr gefürchtet wie beim letzten Christie-Krimi, weil es halt nur einen Mord gibt, und dieser im Laufe des Romans aufgeklärt wird. Die Auflösung ist sehr cool und David Suchet liest die verschiedenen Charaktere so differenziert, dass ich teilweise wirklich vergessen habe, dass das ganze Hörbuch nur von einer Person gesprochen wird. Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung, die jetzt im Winter noch herauskommt!

Sarah L.
Buch 22 von 52

P.S.: Der Wohlwollende fürchtet Mißgunst nicht. Marie von Ebner-Eschenbach

Dienstag, 24. Oktober 2017

Tote Tauben mit Nachrichten? oder: Zwölf Mal Juli

Autorin: Astrid Rosenfeld
fertig gelesen am 21.07.17

Spantankauf bei der Buchhandlung um die Ecke. Am Heimweg kommt mir dann, dass ich das ja für die Reading Challenge verwenden kann! Habs noch am selben Tag ausgelesen, war ja eher ein schmales Bändchen. Es ist eines von der Sorte Bücher, wo nichts passiert, also eigentlich kein Plot voangetrieben wird, und die Menschen, die porträtiert werden, im Vordergrund stehen. Schnell gelesen, nicht furchtbar, aber nicht unbedingt dringend zu lesen. Dafür etwas, das man in Auszügen sicherlich im Unterricht lesen könnte. Oder ganz.

Sarah L.
Buch 21 von 52

P.S.: Warten lernen wir gewöhnlich dann, wenn wir nichts mehr zu erwarten haben. Marie von Ebner-Eschenbach

Sonntag, 22. Oktober 2017

Wenn man doch nicht lacht, oder: Bücher auf Rädern

Autorin: Ian Sansom
fertig gelesen am 23.06.17

In der öffentlichen Bücherei, die quasi um die Ecke von meiner Wohnung ist, arbeitet seit einigen Jahren eine ehemalige Studienkollegin von der Komparatistik. Da war für mich natürlich klar, dass sie die Bibliothekarin sein wird, die ich um eine Empfehlung bitte. Man würde auch meinen, dass eine Bibliothekarin mit Hintergund in Skandinavistik und Komparatistik vor Empfehlungen nur so überschäumt --  aber anscheinend habe ich sie mit der Frage etwas überrumpelt. Sie fragte zögerlich, ob es etwas Lustiges sein könne, was ich bejahte. Also gab sie mir Bücher auf Rädern. (Einige Wochen später habe ich etwas zurückgebracht und sie hat geschwärmt von Schatten des Windes, das sie jetzt wieder einmal liest... Hätte sie das nicht ein paar Wochen vorher sagen können?)


Die Prämisse der Geschichte klang auch nicht so schlecht: Londoner Buchhändler wird Bibliothekar in einem Bücherbus in der nordirischen Pampa. Leider konnte ich weder Witz noch einen guten Plot zwischen den Buchdeckeln finden. Vielleicht lag das an der Übersetzung, die ich gelesen habe, weil sie in der Bibliothek gerade da war, aber ich konnte der Geschichte wirklich nichts abgewinnen. Ich weiß sogar, welche Stellen witzig hätten sein sollen... sie waren es bloß nicht. Hard pass. Schatten des Windes hab ich mir dafür für die nächstjährige Reading Challenge vorgemerkt.

Sarah L.
Buch 20 von 52

P.S.: Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil. Marie von Ebner-Eschenbach

Samstag, 7. Oktober 2017

A book you bought on a trip - b) Nenne drei Hochkulturen

Autorinnen: Lena Greiner


Das Buch behandelt lustige SchülerInnenantworten aus Deutschland und ist der zweite Teil diese Sammlung. Die SchülerInnenantworten sind zum Großteil wirklich witzig, aber der Text dazwischen geht einmal nach einer Zeit wirklich auf die Nerven. Repetitiv und nichts sagend. Nur damit das Buch dicker wird bzw. damit man wirklich Autorinnen braucht. Da wäre es manchmal interessanter die Antworten oder Aussagen in einem größeren Zusammenhang aufzuarbeiten. Dennoch war es unterhaltsam für zwischendurch. 


Montag, 25. September 2017

A book from a nonhuman perspective - Kalle und Kasimir und die rätselhafte Wahrsagerin

Autorin: Mirjam  Müntefering


Der zweite Fall des Kater Mops Duos ist noch schwieriger zu lösen als der erste. Zunächst sind die beiden nicht mehr gemeinsam in einem Haus und das muss sich erst einmal ändern und dann muss eine Einbruchserie aufgeklärt werden und was hat das alles mit der Wahrsagerin zu tun?


Ich finde auch der zweite Teil ist gelungen. Vor allem, weil es diesmal nicht nur um das Lösen des Falles geht. Kasimir und Kalle haben den Fall wesentlich früher gelöst als ihrer Menschen. Nur wie können Kater und Mops ihren Herrchen und Frauchen von ihren Funden erzählen? Sprechen geht nicht, schreiben auch nicht und Pantomime klappt auch nicht immer so ganz...

Ich freu mich auf Teil 3!

Freitag, 18. August 2017

Manchmal kann die Welt ein Arschloch sein oder: Kernstaub. Über das Gift an Schmetterlingsflügel - Marie Graßhoff

Jede Seele wird beständig wiedergeboren, bis sie in die Ewigkeit eingehen. Mara ist nicht nur eine normales Seele, sie ist Kernstaub. Sollte sie die Ewigkeit erreichen, wird diese sofort zerstört werden und mit ihr alle Seelen. Also gibt es Wächter, die sie seit Äonen jagen. Eines Tages bittet sie ein ehemaliger Wächter um Hilfe, denn nun muss sie die Welt retten.

Kernstaub ist der Auftakt einer monumentalen Science-Fiction-Reihe, die ein einzigartiges Weltensystem hat und gleichzeitig in unserer Welt spielt. Es ist ein Wälzer und soweit ich das überblicken kann, ist jeder weitere Band ebenfalls ein Wälzer. Aber er ist verdammt gut geschrieben. Es gibt nicht nur eine Sichtweise, sondern mehrere und jede Sichtweise hat ihren eigenen Schreibstil. Das Weltensystem ist unglaublich ausgeklügelt und gut durchdacht. Allein dafür ist es lesenswert. Aber auch die ganze Story ist unglaublich gut ausgedacht. Zwischendurch erhält man durch die anderen Sichtweisen und Erinnerung Hintergrundinformationen und lernt so die einzelnen Charaktere besser kennen. Gleichzeitig gibt es immer noch mysteriöse Charaktere, die man nicht einschätzen kann und immer für Überraschungen gut sind.

Alles in Allem: Sehr empfehlenswert!

Dienstag, 15. August 2017

Spindle Cove ist ein Ferienort oder: A Lady by Midnight - Tessa Dare

Und das nächste Spindle Cove Buch :)
Der dritte Teil der Serie ist nicht nur süß und nett geschrieben, sondern er ist sogar tatsächlich spannend, da ein großes Geheimnis aufgedeckt werden muss und man sich bei der Intention gewisser Charaktere bis zum Schluss nicht sicher ist, ob sie guter oder schlechter Natur sind. Insgesamt aber wieder ein unglaublich nettes Buch, wobei ich mir auch bei diesem Buch ab und zu gedacht habe: Ihr seid alle so blöd! Reißt euch zusammen, dann hättet ihr die ganzen Scherereien nicht.

Und ich bin froh, dass man am Kindle das Cover nicht sieht, wenn ich lese.

Zur Kategorisierung: Ich habe die Kategorie "set in a hotel" etwas gedehnt. Es spielt immerhin in Spindle Cove und das ist ja eigentlich an sich als ganzes ein Ferienort, also quasi ein riesiges "Hotel".

Sonntag, 13. August 2017

Ursula K. Le Guin: Always Coming Home

Anthropologische Arbeit über (fiktive) zukünftige Gemeinschaften als Utopie eines besseren Lebens. Diese Gemeinschaften leben sehr nach Art einer idealisierten Vorstellung von Indianervölkern (denke ich). Enthält Kurzgeschichten auf Märchenart, Kochrezepte, Lebenserzählungen in der Ichform, Poesie, ...

Ich fand es ein cooles Projekt, aber wirklich gefallen hat es mir leider nicht.

Das war mein 52. Buch für die Challenge :-) bin schon gespannt, was ihr noch alles lesen werdet.

Samstag, 12. August 2017

Ein Mathematikerroman oder: Flatland. A Romance of Many Dimensions - Edwin Abbott

Flatland ist ein Klassiker. Geschrieben im 19. JH ist er vor allem als Mathematischer Roman witzig. Die Hauptfiguren sind alles ebene Figuren, also Dreiecke, Quadrate, Pentagone etc. bis zum Kreis. Je mehr Ecken desto wichtiger und intelligenter die Figur. Das ganze Leben spielt sich in 2D ab, also sozusagen auf einem Blatt Papier. Es gibt keine Höhe, jeder sieht sich nur als Strich (aber sie erkennen sich trotzdem) und so weiter. Ein Quadrat lernt eines Tages andere Dimensionen kennen. Auf der einen Seite Lineland, wo jeder nur ein verschieden großer Strich ist und dann Spaceland, wo es plötzlich eine dritte Dimension gibt und von Körpern bewohnt wird. Tja und er soll dann Flatland davon überzeugen, dass Spaceland existiert, was furchtbar schief geht.

Der Großteil des Buches besteht eigentlich nur darin, dass besagtes Quadrat Flatland schildert. Das ist interessant, einfach aus einer logischen Perspektive heraus. Abbott hat sich wirklich Mühe gegeben das ganze "logisch" zu gestalten.
Aber es gibt einfach Dinge, die mich stören:


  • Es wird zach. Vor allem ab der zweiten Hälfte, wird nur mehr viel diskutiert über logische Schlussfolgerungen und so weiter. Zach zum Lesen.
  • Es ist Sexistisch bis zum geht nicht mehr. Ihr erinnert euch: Je mehr Ecken eine Figur hat, desto höher gestellt und intelligenter ist sie? Frauen sind grundsätzlich nur Striche. 
Als Mathematikerin ganz nett zum Lesen, aber das wars auch schon.

Mittwoch, 9. August 2017

Indiana Jones meets Dan Brown oder: The Templar Legacy - Steve Berry

The Templar Legacy ist der erste Band einer ganzen Reihe von Steve Berry, die sich um den ehemaligen Navy Seal / Regierungsagent-Anwalt Cotton Malone dreht.

Rein vom Genre her würde ich sagen es ist eine Mischung aus Dan Brown und Indiana Jones. Vom Thema her erinnert es an Sakrileg oder Illuminati aber es gibt mehr Action-Szenen, mehr wie Indiana Jones.

Kritikpunkte gibt es an dem Buch natürlich, sie wurden zum größten Teil sowieso schon erwähnt und müssen daher nicht wiederholt werden. Hier trotzdem noch ein bisschen, was mich auch gestört hat:

  • Man wird mit dem Hauptcharakter nicht sehr warm, er hat zu wenige Fehler, scheint perfekt zu sein. Er hat immer alles im Griff, immer alles im Überblick, kann kämpfen und mit jeder Waffe umgehen und so weiter. Wer weiß, vielleicht wird das in späteren Bänden besser. 
  • Das Ende wirkte irgendwie naja verpufft. Ich will hier nicht spoilern, deswegen so ungenau. 
Ansonsten hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Für mich hat es super gepasst, weil das genau so etwas ist, was ich selber gerne lese. Also, alles in allem habe ich das Lesen dieses Buches sehr genossen.

Sonntag, 6. August 2017

Ich liebe es auch nach 7 mal lesen oder: Weiberregiment - Terry Pratchett

Weiberregiment ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ich habe es jetzt zum siebten Mal oder so (gefühlt lese ich es jedes Jahr ein mal) und ich musste immer noch laut auflachen. Meiner Meinung nach ist es einer der besten Scheibenwelt-Romane überhaupt.

Worum geht es? Im kleinen Land Borograwien herrscht Krieg. Um ihren Bruder zu finden verkleidet sich Polly als Junge und lässt sich als Soldat anwerben. Aber sie ist nicht allein...

Freitag, 4. August 2017

DER Abbé dalla Piccola oder: Der Friedhof in Prag - Umberto Eco

Der Friedhof in Prag spielt eigentlich in Paris. Capitaine Simonini wacht eines Tages auf und stellt fest, dass er keinerlei Erinnerungen an den letzten Tag hat. Um seinen Gedächtnisschwund aufzuheben, beginnt er ein Tagebuch zu schreiben, in dem er sich von seiner frühesten Kindheit bis in die Gegenwart hinaufarbeitet. Er geht schlafen und plötzlich hat er wieder einen Tag verloren. Dafür findet er in seinem Tagebuch den Eintrag von einem Abbé dalla Piccola, einem Priester, der ebenfalls Tage aus seinem Gedächtnis verloren hat, klassischer Weise genau die, an die sich Simonini erinnert. Bis auf einen Tag, an den sich beide nicht erinnern können. Und so schreiben sie gemeinsam ihr Tagebuch. Dalla Piccola kann sich an Begebenheiten erinnern, an die sich Simonini nicht erinnern kann und hilft ihm dabei. Beide unabhängig voneinander äußern die Vermutung, dass sie eventuell eigentlich ein und dieselbe Person sind, sind sich aber nicht sicher. Und so entsteht das Leben von Capitaine Simonini.

Von der Geschichte her ist das Buch unglaublich gut und, auch wenn nicht sonderlich viel Spannung dahinter steht,  es ist toll zum Lesen. Das einzige was mich unglaublich gestört hat, war, dass immer von dem Abbé dalla Piccola oder von der Claire die Rede war. Also es hieß nicht. "Ich habe von Claire erfahren, dass..." sondern immer "Ich habe von der Claire erfahren, dass...". Ich weiß nicht, ob das nur ein Übersetzungsfehler oder geplant war, auf jeden Fall hat mich das so oft aus dem Lesefluss gebracht, weil mich das so gestört hat. Ansonsten ist es toll, nur das hat mich wahnsinnig gemacht.

Mittwoch, 2. August 2017

Ich hab mir mehr erwartet oder: The Alchemy of Stone - Ekaterina Sedia

The Alchemy of Stone spielt in einer Steampunk-Welt, in der Alchemisten und Mechaniker miteinander konkurieren. Die Hauptperson - Mattie - ist ein Automat, der sich von ihrem Erbauer emanzipiert hat und nun Alchemistin ist. Einige der letzten Gargoyls, die sich langsam in Stein verwandeln, bitten Mattie ihre Verwandlung aufzuhalten. Im Zuge ihrer Recherchen gerät Mattie mitten in einen Bürgerkrieg zwischen den Mechanikern und einigen Revolutionären.

An sich ist es eine interessante Welt, in der Ekaterina Sedia ihre Geschichte spielen lässt. Aber ich hätte mir sehr viel mehr Einblick in Matties Seelenleben gewünscht. In den Unterschied zwischen dem Leben als Automat und dem Leben als Mensch. Es hätte sich so angeboten und hätte vor allem so gut in die Geschichte gepasst, aber es ist einfach nicht passiert. Das hat mich ein bisschen enttäuscht, vor allem weil Mattie irgendwie zu menschlich war, was für mich aber nicht gepasst hat.
Ansonsten ist es eine gute Geschichte, aber wie gesagt, man hätte das alles wesentlich mehr ausbauen können.

Dienstag, 1. August 2017

Tanith Lee: Night's Sorceries [Flat Earth 5]

Kurzgeschichten aus der Welt der Flat Earth. Wie immer geht es um Dämonen und Menschen in märchenartigen Geschichten; diesmal als Kurzgeschichtensammlung.

Ich mag den Stil einfach sehr gern.

Montag, 31. Juli 2017

What it means to be human oder: The Humans - Matt Haig

The Humans ist ein wirklich ganz netter kleiner Roman über den Wert des Lebens und vor allem der Liebe. Die Story ist glaube ich nicht sonderlich einfallsreich oder ungewöhnlich, aber es ist wirklich extrem nett geschrieben.

Zur Story: Geschrieben ist die Geschichte von einem Außerirdischen, der auf die Erde geschickt wurde, um eine spunghafte Entwicklung der Menschen zu verhindern. Die Menschen werden als zu gefährlich angesehen, also muss die Entschlüsselung eines mathematischen Problems (die Riemann Hypothese) verhindert bzw. vertuscht werden. Dafür schlüpft das Alien in den Körper desjenigen Mathematikers, der das Rätsel gelöst hat, mit dem Auftrag all jene auszulöschen, die von seiner Entdeckung gewusst haben könnten. Nur dass er bald draufkommt, dass ihm das Leben als Mensch gefällt und vor allem, dass es ihm missfällt gewisse Personen töten zu müssen. Und so entwickelt sich die Geschichte weiter...