Sonntag, 26. Februar 2017

1. Was du mir bedeutest, bedeutet mir mindestens so viel wie das, was ich dir bedeute.

2.) Gerade weil du mir so viel bedeutest, bedeutet es mir viel, dass auch ich dir möglichst viel bedeute.
3.) Hättest du mir nicht so viel bedeutet, wäre es mir egal gewesen, wie viel ich dir bedeute.
4.) Da es mir aber keineswegs egal ist, bedeutet dies, dass du mir so viel bedeutest, dass es mir nicht egal sein kann, wie viel ich dir bedeute.
5.) Wüsstest du, wie viel du mir bedeutest, dann könntest du verstehen, warum ich meine Bedeutung für dich nicht verlieren will.
6.) Fazit eins: Du wusstest offenbar nicht, wie viel du mir bedeutest.
7.) Fazit zwei: Vielleicht weißt du es jetzt.

Gut gegen Nordwind - Alle sieben Wellen
von Daniel Glattauer

Emmi Rothner will ihr Abo der "Like"-Zeitschrift kündigen. Ihr email landet aber unabsichtlich bei Leo Leike.
Aus anfänglichem Geplänkel entwickelt sich eine innige Brieffreundschaft die den Rahmen einer Freundschaft gleichzeitig sprängt und untergräbt. Haben die beiden sich doch nie wirklich getroffen. Außerdem sind sie sich selbst nicht sicher, ob sie sich überhaupt sehen wollen. Denn wie kann die Realität mit diesem perfekten, digitalen Fantasieperson jemals mithalten? Emmi und Leo leben bald mehr in ihrem Mails als in ihrem Leben. Sie brauchen einander, sie begehren einander. Und dennoch scheuen beide davor zurück ihre Seifenblase zu verlassen. Denn in der realen Welt warten immer noch Emmis Ehemann und die zwei Kinder, sowie Leos Ex.

Ein zwei Bücher lang dauerndes ewiges hin und her, vor und zurück, dass nur minimale Fortschritte macht. Manchmal mag ich die Figuren nicht, wenn Emmi wiedermal eingeschnappt ist und Leo Gemeinheiten an den Kopf schreibt. Oder wenn Leo mir mit noch schlimmeren Monologen als dem oben zitierten die Ohren zum Klingeln bringt. Dennoch sind mir die beiden Chaoten ans Herz gewachsen und ich bin froh das Buch / die Bücher endlich gelesen zu haben :)

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