Sonntag, 26. Februar 2017

Ein Senfglas voll Sand, oder: Der Schrecken verliert sich vor Ort

Autorin: Monika Held
fertig gelesen am 13.01.17 


Letztes Jahr habe ich Meine wundervolle Buchhandlung gelesen, ein Buch über die Buchhandlung der Autorin Petra Hartlieb. Dort beschreibt sie ihre Begeisterung für Bücher anhand eines Beispiels: Monika Helds Der Schrecken verliert sich vor Ort. Diese paar Seiten haben mich so begeistert, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Wie es so war, habe ich die Kategorie A book that's been mentioned in another book auf der Liste für dieses Jahr gesehen und mir gedacht: "Bingo!"

Es kam sogar noch ein bisschen besser: Meine Mutter hat das Buch als Nikolo-Geschenk für meine Schwester gekauft und mir gezeigt und ich habe es an mich gerissen und nicht zurückgegeben. Immerhin habe ich zum Nikolo eine Bücher-Hülle aus Stoff bekommen und die brauchte Füllung... Keine Sorge, meine Mama hat das Buch ersetzt, meine Sis hat jetzt auch eines ;-)

Schließlich konnte ich den Büchermontag davon überzeugen das Buch zu wählen und zu lesen. Tatsächlich habe ich es auf dem Weg zum Büchermontag fertig gelesen. Ich habe zwar schon früh genug damit bekommen, aber konträr zu Behauptungen Petra Hartliebs Behauptungen ist es kein Buch, das man in einer Nacht durchliest. Zum einen ist das Thema recht heavy und eignet sich nicht so unbedingt zum Lesen auf einen Sitz. Zum anderen ist die Handlung zwar interessant, aber nicht spannend. 

Worum gehts jetzt eigentlich? Heiner hat Auschwitz überlebt, wo er drei Jahre lang inhaftiert war. Während er viele Jahre späer als Zeuge aussagt, lernt er eine Übersetzerin kennen und lieben. Ihre Beziehung und ihr Umgang mit Heiners Vergangenheit (die allgegenwärtig für beide ist), istd as Thema des Buches. Immer wieder treten Freunde Heiners auf, die mit ihm durch die Hölle Auschwitz gegangen sind, und erzähen ihre höchst brutalen Erlebnisse bis ins Detail.

Es war leider nicht so fesselnd, wie ich mir gewünscht hätte, vor allem die zweite Hälfte. Allerdings fand ich es superinteressant Auschwitz mal aus Sicht eines Überlebenden geschildert zu bekommen.

Sarah L.
Buch 4 von 52

P.S.: Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen. Marie von Ebner-Eschenbach

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