Mittwoch, 8. Februar 2017

Aus der Mücke wird ein Elefant und aus meinen blauen Wölkchen wird ein Gewitter

Alles was vielleicht für immer ist -
Laura Tait & Jimmy Rice

Nachdem mein letztes Buch die Biografie von Anna Sacher war wollte ich jetzt etwas einfaches, seichtes. Blaue Wölkchen, rosa Herzchen, etc. Laura Tait schreibt die Kapitel aus der Sicht von Rebecca und Jimmy Rice die aus Ben's Sicht, welche sich immer abwechseln.

Es hat so gut angefangen. Ben und Rebecca lernen sich in der Bar ihres gemeinsamen Freundes Jamie kennen. Sie sind total unterschiedlich. Rebecca ist verschlossen, zielstrebig, hat nicht viele Freunde, liebt ihre Arbeit, geht nicht aus. Ben trägt sein Herz auf der Zunge, weiß schon nach einer Woche den Vornamen aller Nachbarn im Haus, weiß mit 27 noch nicht was er im Leben will, hat jedes Hobby für ca. 3 Wochen bevor ihm wieder etwas anderes einfällt. Doch irgendwie spüren beide, dass sie etwas verbindet und das vielleicht für immer ist.
Es entwickelt sich eine wunderbare Liebesgeschichte.

Für ungefähr 70 Seiten...

***spoiler***
Dann, nachdem die beiden schon zusammenwohnen, findet Rebecca raus, dass Ben an dem Abend ihres Kennenlernens mit ihrer besten Freundin geschlafen hat (weil Rebecca ihm keine Signale gesendet hat und allein nach Hause gegangen ist und er sich dann mit ihrer Freundin betrunken hat). Das reicht für Rebecca um ihn rauszuschmeißen, in Selbstmitleid zu versinken, zur Alkoholikerin zu werden. Die nächsten 250 Seiten beschäftigen wir uns damit wie die beiden jeweils die 6 Monate nach der Trennung leben bis sie sich beide damit abfinden und entdecken dass sie alleine auch ganz glücklich sind. Oh, und habe ich schon erwähnt, einen Todesfall gibt es auch noch.
***spoiler ende**

Also nix mit Herzchen und Wölkchen, stattdessen packerlweise Taschentücher, ein schlechtes Gefühl im Magen und eine gewisse Resignation dass das Leben nunmal kein Disneyfilm ist.

1 Kommentar:

  1. Super - sowas sollte man mit Warnschildern am Klappentext kennzeichnen!

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