Anna Sacher und ihr Hotel - im Wien der Jahrhundertwende
Monika Czernin
Ich habe das Buch gelesen weil ich für den Buchclub eine Biografie gebraucht habe und für die Reading Challenge ein Buch das in einem Hotel spielt. Ich bin eigentlich gar kein Fan von Biografien, aber dieses Buch ist auch keine, zumindest nicht nur.
Die einzelnen Kapitel führen uns durch das Leben der Anna Sacher, beginnend beim Kennenlernen von Eduard Sacher in den 1870ern, den frühen Tod ihres Mannes 1892 und wie sie bis 1929 das Haus geführt hat als alleinstehende Witwe, Geschäftsfrau mit ganz besonderem Sinn für die Bedürfnisse ihrer Gäste. Jedes Kapitel widment sich einem anderem Thema der jeweiligen Zeit bzw. einem anderem Stargast im Sacher (Kaiserin Elisabeth, Kromprinz Rudolf, Arthur Schnitzler, Karl Lueger, Gustav Klimt, Erzherzog Franz Ferdinand, etc.)
Dabei ist das Buch aber keineswegs trocken und wirft nur mit Namen und Jahreszahlen um sich (na gut, ein bisschen schon!). Da aber der Text als Roman geschrieben ist und Frau Czernin richtige Szenerien im Sacher zum Leben erweckt kann man sich sehr gut in die Zeit hineinfühlen. Eine lebendige Beschreibung von Wien um 1900. Auch die Tatsache, dass es hier um eine Gegend geht, die mir persönlich bekannt ist (die Ringstrasse, die Oper, das Sacher) hilft natürlich ;)
Für mich eine klare Lese-Empfehlung !
Tipp: Unbedingt am Ende auch noch das Kapitel über die Quellen lesen. Hier listet die Autorin nochmals akribisch auf was historisch belegt, was wahrscheinlich und was erfunden ist.

Das klingt echt intressant! Auf ORF gabs ja vor einiger Zeit einen Spielfilm zum Sacher, der sich aber leider recht wenig mit Anna Sacher befasste. Muss ich mir auf jeden Fall merken! =)
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