Sonntag, 30. April 2017

Kate Atkinson: Life after Life

Eine Frau wird 1910 geboren, und stirbt gleich wieder. Dann wird sie wieder geboren, diesmal überlebt sie länger, bis sie stirbt–denn sie erinnert sich vage an ihr voriges Leben.

An sich coole Idee, aus der sich einiges machen lassen würde. Das wird aber meiner Ansicht nach hier versäumt und nur verwendet, ein Bild einer Familie und der britischen Kultur von 1910 bis in die 1940er zu zeichnen, mit leichten Variationen zwischen den Leben. Das Buch wirft am Rande interessante Fragen auf, die es meiner Ansicht nach besser behandelt hätte, statt sie nur anzureißen. Schade.

Ich wollte was anderes, oder: Erebos

Autorin: Ursula Poznanski
fertig gelesen am 10.04.17

Erebos stand schon länger auf meiner Leseliste, weil es generell gute Bewertungen bekommt und gerne auch im Unterricht gelesen wird. Darum war ich zufrieden mit der Wahl des Büchermontags, als dieser Roman vorgeschlagen wurde. Buch war auch durchaus spannend zu lesen, hat mich am Ende aber eher kalt gelassen. Vor allem die Auflösung fand ich etwas... enttäuschend. 

Normalerweise ergieße ich mich in meinen Einträgen ja etwas mehr, aber ich habe über das Buch wirklich nicht viel zu sagen, was, glaube ich, schon genug sagt. Also obwohl ich das Buch lesen wollte, wollte ich von dem Buch was anderes. Mehr Thirteen Reasons Why, weniger WoW.



Sarah L.
Buch 16 von 52

P.S.: Trau nie etwas, das selbst denken kann, wenn du nicht sehen kannst, wo es sein Hirn hat. Mr. Weasley aus J.K.Rowlings Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Montag, 24. April 2017

Bond, James Bond



The bitch is dead now.

Casino Royale - Ian Fleming
Ist das überhaupt ein Roman? 
Sehr sachliche Beschreibung von Menschen und Ereignissen (es wird das Gesicht und der Körperbau von Vesper Lynd fast genauso ausgiebig erklärt wie Aussehen und Position von James Bonds Pistolenhalter). Der Autor lässt sich auch nicht dazu herab seine verwendeten Abkürzungen zu erklären (Man sollte sich vorab mit WW II, verschiedenen Geheimdienstorganisationen usw. vertraut machen). Da das Buch in Frankreich stattfindet, spricht man viel französisch und Mr. Fleming kümmert sich auch nicht darum zu erklären, das zu übersetzen oder zumindest in den folgenden Passagen zu erklären, worüber sie sprechen. (Die meisten ergeben sich aus dem Kontext, aber ernsthaft !?) Wenn ich kein Spionagebuch für die reading challenge lesen hätte musste, wäre ich wahrscheinlich nicht fertig geworden.

Sonntag, 23. April 2017

Janwillem van de Wetering: Outsider in Amsterdam

Zwei Polizisten der Amsterdamer Polizei untersuchen den Fall eines Erhängten, bei dem nicht klar ist, ob es Selbstmord war oder Mord. Sehr unaufgeregt erzählt, auch einiges an Alltag, und man muss auch etwas zwischen den Zeilen lesen.

Hat mir gut gefallen.

P.S.: Der Immigrant kommt übrigens aus Papua Neu-Guinea.

Lucius Shepard: The Golden

Auf einer einsamen, riesigen, abgelegenen Burg treffen sich alle Vampire verschiedener Fraktionen, um eine über Jahrhunderte gezüchtete besonder gut schmeckende Frau auszusaugen. Bevor es dazu kommt, wird sie allerdings ermordet und ein frisch zum Vampir gemachter ehemaliger Polizist soll den Mörder finden. Darum geht es aber eigentlich dann wenig, sondern mehr darum, wie fremd und sonderbar Vampire unter dem Einfluss ihrer Verwandlung werden.

Eigenartiges Buch mit einem für mich neuen Blick auf Vampire.

Donnerstag, 20. April 2017

Der Schrecken verliert sich vor Ort - Monika Held (a novel set during wartime)

Der Schrecken verliert sich vor Ort ist ein unglaublich starkes Buch. Es ist gut geschrieben und zieht sich fast über die ganze Lebensspanne eines KZ-Überlebenden. Ich finde es zeigt einen sehr spannenden anderen Ansatz. Es geht nicht um die Zeit im KZ, es geht viel mehr um die Zeit danach. Es geht darum, wie besagter KZ-Überlebender mit seiner Vergangenheit lebt und wie seine Mitmenschen mit dieser Vergangenheit leben.
Das Buch ist nicht sehr dick und es ist nicht linear. Aber es war einfach nur großartig. Ich konnte aber nie allzu lange darin lesen. Nach maximal einer halben Stunde hatte ich genug, da der Inhalt einfach zu drastisch war. Und das "schlimmste" war, die Einfachheit, in der dies alles geschildert war. Es war eine nüchterne und klare Sprache, die einem den Schrecken noch mehr näher gebracht hat.


James Lovegrove: Age of Heroes [Pantheon 7[

Band 7 aus einer Serie, in der Menschen gegen Götter kämpfen. In diesem Band geht es darum, dass die griechischen Götter sich vor langer Zeit zurückgezogen haben, aber es noch einen Haufen unsterblicher Halbgötter und Halbgöttinnen gibt, die sich an die aktuelle Zeit angepasst haben. Unsterblich? Fast–auf einmal fängt eine Mordserie an und sie werden der Reihe nach umgebracht. Theseus und Perseus versuchen draufzukommen, wer dahinter steckt und warum.

Viel Action, aber sogar die Hauptfiguren sind mir eigentlich alle fast unsympathisch geblieben.

Das Buch deckt aber eine Kategorie ab, bei der Sarah schon w.o. gegeben hat: Ich glaube nicht, dass schon jemand "godpunk" kannte, oder? Und es gibt noch fast 10 andere Bände in der Serie, vielleicht ist ein besserer dabei :-)

Mittwoch, 19. April 2017

Ian Tregillis: The Mechanical (The Alchemy Wars 1)

Im 17. Jahrhundert hat ein Niederländer mit Alchemie Roboter gebaut. Diese haben allerdings einen eigenen Willen (auch wenn das die Niederländer nicht akzeptieren wollen) und versuchen, sich zu befreien. Der letzte Konkurrent der Holländer, Frankreich, versucht seinerseits, auf das Geheimnis der Roboter zu kommen; allerdings nicht, um sie zu befreien, sondern um sie selbst zu übernehmen.

Erzählt wird das ganze aus sehr verschiedenen Perspektiven, von Robotern bis zu Geheimdienstchefinnen oder Spionen.

Interessante Charaktere, aber irgendwie hat es mir nicht so gut gefallen, wie die Serie davor (Milkweed).

Montag, 17. April 2017

Jeder stirbt für sich alleine – Hans Fallada (a book recommended by a librarian)



Ich habe eine Bibliothekarin in meiner Bücherei gefragt, welche Bücher sie gerne liest und ob sie mir vielleicht welche empfehlen könnte. Sie hat mir unter anderem „Jeder stirbt für sich alleine“ von Hans Fallada empfohlen. Ich habe es nicht bereut dieses Buch zu lesen, auch wenn es keine einfache Lektüre war. Ich verrate nichts, was auch am Klappentext steht!
Das Buch spielt mitten im zweiten Weltkrieg, in Berlin des Jahres 1943. Ein bis jetzt vollkommen unauffälliges Ehepaar erhält die Nachricht, dass ihr einziger Sohn im Krieg gefallen ist. Die beiden beschließen daraufhin ihren eigenen kleinen Widerstand gegen das Nationalsozialistische Regime zu leisten. Es ist kein großer Plan, sie sind auch keine große Gruppe. Es sind bis zum Schluss nur die beiden.
Das Buch schildert auf sehr faszinierende Weise das Leben der beiden und vor allem auch das Leben der Menschen um sie herum. Fallada schildert das Leben ihrer Nachbarn und ihrer Postbotin und das anderer Bekannten, die teilweise in Verdacht geraten. Er schildert das Leben des Polizeiinspektors, der sie verfolgt. Das Buch gibt die dauernde Angst, die damals in der ganzen Bevölkerung geherrscht hat, unglaublich gut wieder.
Es ist ein sehr dickes und trauriges Buch. Es berührt einen und danach braucht man wieder fröhliche Lektüre, aber es ist ein unglaublich gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich vom Weltkriegs-Setting nicht abhalten lässt.

Sonntag, 16. April 2017

Was ein fingierter Maulwurf alles anrichten kann, oder: Just like heaven

Autorin: Julia Quinn
fertig gelesen am 31.03.17

Nachdem ich The Secrets of Sir Richard Kenworthy gelesen habe und gesehen habe, dass es der letzte Teil einer vierteiligen Serie ist, habe ich mich gleich über Band 1 Just like heaven hergemacht. Darin geht es um Honoria, die jüngste einer vielköpfigen Familie, die ihre dritte Saison vor sich hat und endlich heiraten will, weil sie die Stille zuhause nicht erträgt: sie will Kinder. Hinzu kommt, dass ihre Mutter seit dem Exil ihres Bruders Daniel (auf der Flucht vor Auftragskillern) eher desinteressiert am Leben ihrer Tochter ist. Eine willkommene Abwechslung ist da das Treffen auf den besten Freund ihres Bruders, Marcus, der von Daniel (ohne Honorias Wissen) dazu beauftragt wurde, zu schauen, dass Honoria einen guten Mann abbekommt und keinem Halunken ins Netz gerät.

Was mich bei diesem Buch sehr überrascht hat, ist, dass das Buch zwar anfangs einen eher gewohnten Verlauf nimmt, dann aber eine überraschende Wendung nimmt: Honoria will so tun, als sei sie im Wald gestürzt, um den Beschützerinstinkt eines Mannes zu wecken. Diese kommt jedoch bei ihrem fingierten Sturz gar nicht vorbei, Marcus hingegen schon. Der wiederum lacht sich schlapp, landet dann aber in dem von Honoria gebuddeltem Loch und verstaucht sich tatsächlich den Fuß. Geschwollen wie der Fuß ist, schneidet ein Diener ihm den Stiefel vom Fuß, wobei er ihn verletzt. Das hat eine Blutvergiftung zur Folge, an der Marcus fast stirbt. Honoria und ihre Mutter, die soetwas schon bei ihrem Mann erlebt hat, können sein Leben aber retten. Das Ganze nimmt einen guten Teil des Buches ein und war wirklich spannend zu lesen!

Just like heaven war sicher einer der besten Teile der Serie und war tatsächlich spannend über einen guten Teil des Romans. Band 2 (A night to remember) war ok, Band 3 (The Sum of all Kisses) wieder sehr unterhaltsam.

Sarah L.
Buch 15 von 52

P.S.: Überlege wohl, bevor du dich der Einsamkeit ergibst, ob du auch für dich selbst ein heilsamer Umgang bist. Marie von Ebner-Eschenbach

Katze - Betriebsanleitung

Im Stil einer Computeranleitung geschriebenes Buch über Katzenhaltung. Ganz nett gemacht und lustige stilisierte Bilder, sonst gibt's dazu nicht viel zu sagen, außer: es hat natürlich eine Katze am Cover!

Strandlektüre mit 5 happy ends

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, ist mir klar geworden, dass du die einzige Frau bist, die ich je geliebt habe. [...] Ich habe ihr erklärt, dass ich sie nicht heiraten kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie nicht heiraten kann, weil ich in Wirklichkeit eine andere liebe. Selbst wenn diese andere mich nicht haben will.

Wie ein Sommertag - Veronica Henry

Claire und Luca leiten das Townhouse in Pennfleet, Cornwall. Ein schickes Hotel direkt am Meer. Er kocht und betört die Damen, sie managt und leitet und hat die Verantwortung. An diesem verlängerten Wochenende (ein nicht näher definierter Feiertag vor Sommerbeginn) ist das Haus dank Traumwetter augebucht und diverseste Personen checken ein
  • Mr. Colin Turner mit seiner ehemaligen Affäre und dem elfjährigen Resultat ebendieser (einmal im Jahr darf die kleine Chelsea ihren Papa sehen)
  • Dan mit seiner Freundin Laura Starling die auf der Suche nach ihrem Vater ist
  • Trevor und Monique Parfitt, die stillen Teilhaber des Townhouse die Claire und Luca einen Vorschlag unterbreiten wollen
  • Nick Barnes, der mit 5 Freunden seinen Junggesellenabschied feiert...Und zufällig Claires Jugendliebe ist.
Herrlich seicht, rosa Wölkchen von Anfang bis Ende und passt in zwei Kategorien.

Samstag, 15. April 2017

Ensel und Krete. Ein Märchen aus Zamonien – Walter Moers (a book with a title that’s a characters name)




Ensel und Krete ist eines der vielen Zamonien-Bücher die ich zuhause habe und die ich jetzt schon alle mehrfach gelesen habe. Wie der Titel vermuten lässt, ist es die zamonische Version von unserem Märchen Hänsel und Gretel, neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz, dem erfundenen Starautor aus Zamonien.
Die Geschichte hat letztendlich nicht mehr sehr viel mit Hänsel und Gretel zu tun, aber immerhin: ein Geschwisterpaar verirrt sich im Wald und es gibt eine böse Hexe, die sie fressen will. Sehr viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es aber natürlich nicht mehr. Immerhin ist es ein Zamonien-Roman. Ein, meiner Meinungen nach, sehr cooles Stilmittel sind die "Mythenmetzschen Abschweifungen". Wer die Zamonien-Romane mag und diesen Roman vielleicht lesen will, den will ich hier jetzt gar nicht mehr weiter spoilern. Gesagt sei nur, dass es vielleicht sehr verwirrend war, wie ich das das erste Mal gelesen habe. Mittlerweile zählen diese Abschweifungen zu meinen liebsten Buchstellen.