Ich habe eine
Bibliothekarin in meiner Bücherei gefragt, welche Bücher sie gerne liest und ob
sie mir vielleicht welche empfehlen könnte. Sie hat mir unter anderem „Jeder
stirbt für sich alleine“ von Hans Fallada empfohlen. Ich habe es nicht bereut
dieses Buch zu lesen, auch wenn es keine einfache Lektüre war. Ich verrate
nichts, was auch am Klappentext steht!
Das Buch spielt
mitten im zweiten Weltkrieg, in Berlin des Jahres 1943. Ein bis jetzt
vollkommen unauffälliges Ehepaar erhält die Nachricht, dass ihr einziger Sohn
im Krieg gefallen ist. Die beiden beschließen daraufhin ihren eigenen kleinen
Widerstand gegen das Nationalsozialistische Regime zu leisten. Es ist kein
großer Plan, sie sind auch keine große Gruppe. Es sind bis zum Schluss nur die
beiden.
Das Buch
schildert auf sehr faszinierende Weise das Leben der beiden und vor allem auch
das Leben der Menschen um sie herum. Fallada schildert das Leben ihrer Nachbarn
und ihrer Postbotin und das anderer Bekannten, die teilweise in Verdacht
geraten. Er schildert das Leben des Polizeiinspektors, der sie verfolgt. Das
Buch gibt die dauernde Angst, die damals in der ganzen Bevölkerung geherrscht
hat, unglaublich gut wieder.
Es ist ein sehr
dickes und trauriges Buch. Es berührt einen und danach braucht man wieder
fröhliche Lektüre, aber es ist ein unglaublich gutes Buch, das ich jedem
empfehlen kann, der sich vom Weltkriegs-Setting nicht abhalten lässt.
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