Montag, 17. April 2017

Jeder stirbt für sich alleine – Hans Fallada (a book recommended by a librarian)



Ich habe eine Bibliothekarin in meiner Bücherei gefragt, welche Bücher sie gerne liest und ob sie mir vielleicht welche empfehlen könnte. Sie hat mir unter anderem „Jeder stirbt für sich alleine“ von Hans Fallada empfohlen. Ich habe es nicht bereut dieses Buch zu lesen, auch wenn es keine einfache Lektüre war. Ich verrate nichts, was auch am Klappentext steht!
Das Buch spielt mitten im zweiten Weltkrieg, in Berlin des Jahres 1943. Ein bis jetzt vollkommen unauffälliges Ehepaar erhält die Nachricht, dass ihr einziger Sohn im Krieg gefallen ist. Die beiden beschließen daraufhin ihren eigenen kleinen Widerstand gegen das Nationalsozialistische Regime zu leisten. Es ist kein großer Plan, sie sind auch keine große Gruppe. Es sind bis zum Schluss nur die beiden.
Das Buch schildert auf sehr faszinierende Weise das Leben der beiden und vor allem auch das Leben der Menschen um sie herum. Fallada schildert das Leben ihrer Nachbarn und ihrer Postbotin und das anderer Bekannten, die teilweise in Verdacht geraten. Er schildert das Leben des Polizeiinspektors, der sie verfolgt. Das Buch gibt die dauernde Angst, die damals in der ganzen Bevölkerung geherrscht hat, unglaublich gut wieder.
Es ist ein sehr dickes und trauriges Buch. Es berührt einen und danach braucht man wieder fröhliche Lektüre, aber es ist ein unglaublich gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich vom Weltkriegs-Setting nicht abhalten lässt.

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