Sonntag, 9. April 2017

Ich verstehe, was sie sagen, aber ich verstehe nicht, was sie sagen, oder: Lickety Split

Autor: Damon Suede
fertig gelesen am 14.03.17

Nachdem ich eine ganze Buch-Serie gelesen habe, um meine Wartezeit auf diesen Roman von Damon Suede zu überbrücken, ist er Mitte März endlich erschienen. Das Setting klingt toll: Der Protagonist, Patch, muss zum Begräbnis seiner Eltern nach Texas auf die Familienfarm zurück, von wo er mit 16 Jahren weggelaufen ist, weil seine Eltern nicht mit seiner sexuellen Orientierung zurecht gekommen sind. Dort ist aber immer noch seine Nemesis, der beste Freund seines Vaters, Tucker, der ihm das Leben als Jugendlicher zu Hölle gemacht hat, aber irgendwie immer noch der perfekte Mann in Patch's Augen ist. Patch hat vor seinen Unmut an Tucker auszulassen, aber siehe da, dieser ist plötzlich die Freundlichkeit in Person...

Die Geschichte beginnt langsam, was mich gar nicht so gestört hat, aber zwischendurch ist für mich die Story leider nicht so gut rübergekommen. Ganz oft reden die Charaktere miteinander und an mir geht irgendein Subtext vorbei, der wichtig wäre, um zu verstehen, was sich da zwischen den beiden entwickelt. Ich habe das Buch in großen Stücken (vor allem die Dialoge) nochmal gelesen, damit ich das alles ein bisschen mehr durchschaue. Allein, dass ich willsens war, das zu machen, sollte schon genügend darauf hinweisen, dass trotz Verständnisbarrieren der Roman fesselnd war. Tolle Charakterzeichnung, stimmungsvolles Setting. Und natürlich ganz viele tolle Aussprüche, hier ein paar Beispiele: "Pup, I been driving to rodeos cross-country since the Dead Sea was still sick." "I'll be a clam salad." "Now all a sudden, you're madder than a mosquito in a mannequin factory." "God'll forgive me. It's his job."


Sarah L.
Buch 13 von 52

P.S.: Anspruchslosigkeit ist Seligkeit. Marie von Ebner-Eschenbach

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